Die Organisatoren und Jury der Aktion VS schreibt ein Buch: Viola Röder (von links), Finn Krebs, Lucy Lachenmaier, Werner Leuthner und Stephanie Schumacher Foto: Schölzel

Was bedeutet Heimat für mich? Antwort auf diese Frage gibt es bald als Buchband, mit Geschichten der Bürger aus Villingen-Schwenningen.

Villingen-Schwenningen - Villingen-Schwenningen schreibt ein Buch. Anlässlich des Stadtjubiläums 50 Jahre Doppelstadt sowie den Baden-Württembergischen Literaturtagen vom 25. September bis zum 25. Oktober sind die Bürger dazu angehalten, Beiträge zum Thema "Heimat" einzuschicken. Von diesen Beiträgen wird eine Fachjury die besten auswählen, die dann in einem Sammelband erscheinen.

Diese können und sollen dabei ganz bunt und unterschiedlich sein. Ob eine Geschichte, ein Gedicht, oder eine Zeichnung – gewollt und gewünscht ist eine breite Vielfalt, wie Villingen-Schwenningen auch vielfältig sei. "Viele der Einsender von Beiträgen, die uns bisher erreicht haben, haben sich sehr verkünstelt. Von Gedichten zu Grafiken ist alles dabei. Auch handschriftliche Beiträge sind übrigens gern gesehen. Das bringt mehr Persönlichkeit", sagt Stephanie Schumacher von der Stadtbibliothek in Schwenningen.

Auch die Jury habe sie und Viola Röder, die den Fachbereich Deutsch an der Volkshochschule leitet, "bunt" ausgewählt. Dabei war es für sie wichtig, Personen aus verschiedenen Altersklassen und Institutionen mit fachlichem Interesse an Kunst und Literatur auszuwählen.

Das Thema Heimat motiviert

In die Jury geschafft haben es nun Finn Krebs, Lucy Lachenmaier, Werner Leuthner und Stephan Rößler. Krebs ist dabei noch Schüler und Mitglied im Jugendgemeinderat. "Mir ist es wichtig, die Perspektive der Jugend zu repräsentieren. Als die Anfrage an den Jugendgemeinderat kam, bei dem Projekt mitzuwirken, habe ich mich sofort bereit erklärt und wurde dann ausgewählt", sagt Krebs. Lucy Lachenmaier ist Dozentin und Beiratsmitglied an der Volkshochschule. "Das Thema Heimat hat mich sehr motiviert in der Jury mitzuwirken", sagt sie. "In VS gibt es viele bewegende Geschichten. Die Beiträge, die wir auswählen, sollen nicht zu elitär sein, aber auch nicht zu primitiv." Werner Leuthner ist Vorstand des Freundeskreises Stadtbibliothek. "Mich hat das Projekt sofort gepackt. Ich bin immer dabei, wenn es darum geht, dass die Leute nicht nur Inhalte konsumieren, sondern selbst tätig werden und etwas schreiben", so Leuthner. Mit Stephan Rößler, dem Abteilungsleiter der städtischen Galerie, sei in der Jury der Kunstbereich abgedeckt.

Wie dick das Buch letztendlich sein wird, sei von der Anzahl der gesendeten Beiträge abhängig, so Schumacher. Ziel sei es, es pünktlich zum Start der Literaturtage zu veröffentlichen. Die Beiträge können per Mail oder Post an die Stadtbibliothek geschickt werden. Für alle ohne Internetzugang können die Gesichten aber auch direkt in Bücher geschrieben werden, die in Volkshochschulen oder anderen städtischen Einrichtungen ausliegen. Diese werden dann eingescannt und mit von der Jury bewertet.

Im Januar haben die Organisatoren angefangen Beiträge zu sammeln, nun herrsche etwas Flaute. Die Stadtbibliothek und Volkshochschule hoffe aber auf umfangreiche Einsendungen. "Ideal wäre das Format DIN A4, es kann natürlich aber auch weniger sein", so Schumacher. Bis zum 20. Juni habe jeder, der mitmachen will, noch Zeit.