Aasener spricht über die Icon League, den Umgang mit prominenten Mitspielern und den Druck auf dem Platz. Dabei zeigt er, wie Fokus und Freude am Spiel die Strapazen ausgleichen.
Für den Spielertrainer des SV Aasen geht die zweite Saison bei der Icon League zu Ende. Der 32-Jährige spielt beim Team The Pack FC. In acht Partien konnte der ehemalige Nullachter fünf Tore erzielen. In dieser Saison spielte er unter anderem mit dem Villinger Mittelfeldspieler Christian Derflinger sowie den Ex-Nullachtern Nedzad Plavci und Daniel Caligiuri zusammen.
Die Teamheads bei The Pack FC waren der beste Scorer der Zweitligageschichte – Simon Terodde – und Kommentator-Legende Wolf Fuss. „Sie sind wahnsinnig bodenständige, nette Menschen – immer hilfsbereit, höflich und respektvoll. Da wird fair und ehrlich miteinander umgegangen, völlig unabhängig davon, wer wer ist“, so der 32-Jährige.
Viele Stars dabei
In der Icon League sind weitere Promis wie Franck Ribéry, Claudio Pizarro und Antonio Rüdiger als Teamheads am Start.
Wie war das für den Aasener Topscorer? „Natürlich ist es etwas Besonderes – man kennt die Spieler ja aus dem Fernsehen. Und plötzlich steht man selbst mit ihnen auf dem Feld. Gegen prominente Teamheads zu kicken, spielt aber eigentlich keine Rolle. Auf dem Platz geht es nur um das Spiel, den Fokus und den Sport – egal, wer auf der anderen Seite oder wer als Trainer daneben steht.“
Ceylan hatte einen ganz besonderen Mitspieler. Gonzalo Castro stand mit dem ehemaligen Villinger auf dem Rasen. Castro spielte bei Vereinen wie Borussia Dortmund oder dem VfB Stuttgart. „Es ist schon etwas Tolles, mit Leuten wie Gonzalo Castro im gleichen Team zu sein. Von Anfang an haben wir uns super verstanden – er ist nett, hilfsbereit. Wir haben noch immer guten Kontakt. Das Verhältnis zu ihm ist wirklich sehr gut. “
Sportlich lief diese Icon League Saison nicht sehr positiv für Ceylan und sein Team. Sie beendeten die Season auf Platz 9. Die ersten acht Teams kommen in die „Play-ins“ und spielen um den Titel. „Wir hatten es in der eigenen Hand, doch dieses Jahr lief es leider anders. Mit der stärksten Mannschaft der letzten drei Saisons hatten wir uns klar vorgenommen, nach Wien ins Finale zu kommen und dort bis ins Halbfinale zu spielen. Dass es nicht geklappt hat, war bitter und wir mussten das erst einmal verarbeiten“, kommentiert Ceylan das frühzeitige Aus seiner Mannschaft.
SV Aasen
Für den Aasener ist die Icon League und der SV Aasen eine Doppelbelastung. Doch er scheint eine gute Balance gefunden zu haben: „Es ist schon sehr stressig, ständig zu reisen und direkt nach Spielen weiterzufahren – oft sitze ich Stunden im Zug oder fahre spät nachts heim. Trotzdem muss man im Sport immer funktionieren und lernen, alles andere auszublenden. Die Freude am Spiel macht die Strapazen aber wieder wett.“