Nach rund einem Jahr Testzentrum zogen Maik Heisterkamp (von links), Otto Deschenhalm, Barbara Ogbone und Paul Binder Bilanz. Foto: Kraushaar

Nach mehr als einem Jahr mit gut 5200 ehrenamtlich, teilweise im Schichtdienst geleisteten Arbeitsstunden, schließt das Althengstetter Corona-Testzentrum, das zuerst im Sportzentrum und danach in der Pumpstation untergebracht war, zum Monatsende seine Pforten.

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Althengstett - "Am 30. April ist hier der letzte Testtag", erklärte Barbara Ogbone, die bei der Gemeindeverwaltung für die Bereiche Bildung, Betreuung und Bürgerengagement im Familienzentrum zuständig ist, im Gespräch mit unserer Redaktion. In der Spitze hatte das Helferteam bis zu 150 Corona-Test täglich bewältigt. "Insgesamt sind seit Februar 2021 rund 15 000 Tests zusammengekommen", berichtete Maik Heisterkamp von der DLRG-Ortsgruppe Neuhengstett. Deren Vorsitzender Paul Binder wertete die gesamte Situation rund um die Organisation des Testzentrums als positiv. "Wir hatten früh einen harten Kern von gut 20 Helfern. Über die Zeit hat sich die Summe einschließlich Telefondienst auf gut 80 Personen gesteigert".

Moralische Stütze für ältere Testpersonen

"Eine enorme Leistung, wenn man bedenkt, dass sich die Vorgaben und Vorschriften zwischendurch nahezu wöchentlich geändert haben", ergänzte Otto Deschenhalm, einer der zahlreichen Helfer. Für diese ging es aber nicht nur ums Testen, sondern sie waren vor allem für ältere Testpersonen während all der Pandemiemonate eine moralische Stütze. Außerdem gab es natürlich auch eine Menge an Bürokratie und Hygienevorschriften zu bewältigen. Positive Tests mussten sofort, andere Zahlen wöchentlich und monatlich als Meldungen für das Landratsamt angefertigt werden, und das Gesundheitsamt hatte Kontrollen angesetzt. "Ich bin sehr dankbar, dass hier alles sehr sauber und transparent aufgearbeitet wurde", blickte Heisterkamp auf die zurückliegenden Monate.

Gelungenes Bürgerengagement

"Es gab auch viele interessante Momente, wenn man immer wieder neue Helfer und neue Leute kennenlernen konnte", beschrieb Barbara Ogbone das aus ihrer Sicht gelungene Bürgerengagement. Auch viele Schüler und Studenten hätten die Chance genutzt, sich ein paar Euro zu verdienen. "Auch unser Verein hat davon profitiert, die DLRG Neuhengstett wurde von der Bevölkerung ganz anders wahrgenommen als bei unseren normalen Sanitätsdiensten", fügte Binder an. Jedenfalls werden sich alle Beteiligten beim geplanten Helferfest am 6. Mai in der Pumpstation viel zu erzählen haben.