Das 0:3 im Test gegen den FC Luzern ärgert Bruno Labbadia, aber der neue VfB-Trainer zieht auch seine Schlüsse aus dem Spiel – ein Bereich ist dabei besonders wichtig.
Silas Katompa hat es immer wieder versucht. Rechts herum, links herum, per Übersteiger und mit Tempo. Herausgekommen ist am Ende jedoch nicht viel bei den Bemühungen. Weder für den Offensivspieler noch für die Mannschaft des VfB Stuttgart. Silas kam nicht durch, und das Testspiel gegen den FC Luzern ging mit 0:3 verloren. Ein deutliches Ergebnis, weil es der Fußball-Bundesligist zum einen kaum schaffte, Torchancen herauszuspielen. Zum anderen verteidigte der VfB gegen das Team aus der Schweiz nicht konsequent.
Zwei Faktoren, die Bruno Labbadia störten. Dennoch wollte der neue Trainer zu seinem Einstand nach der Rückkehr das Resultat vom Freitagabend nicht überbewerten. „Wir haben eine Reihe von Erkenntnissen, die wir schon vor dem Spiel hatten, bestätigt bekommen. Und das Spiel wird uns helfen, weil wir jetzt genauer wissen, woran wir arbeiten müssen“, erklärte der 56-Jährige.
Das Trainingspensum bleibt hoch
Im Grunde gibt es ja keinen Bereich, in dem die abstiegsgefährdeten Stuttgarter nichts tun müssen. Die Basis bildet dabei die Fitness – und nach der ersten Trainingswoche unter Labbadia waren die Beine vor 400 Zuschauern im Robert-Schlienz-Stadion schwer. „Man hat gesehen, dass die Luzerner in der Trainingsarbeit ein Stück weiter sind als wir. Sie waren wesentlich spritziger als wir“, sagte Labbadia.
Das wird zunächst so bleiben, da das Trainingspensum hoch ist. An drittletzter Stelle rangiert der VfB im Ligavergleich in der Laufleistung. Ein Wert, der dem Coach missfällt, zumal er dem Tabellenplatz entspricht. Als Kritik an seinen Vorgängern Pellegrino Matarazzo und Michael Wimmer will Labbadia das aber nicht verstanden wissen. Vielmehr ist es sein Ansatz, im konditionellen Bereich mehr zu tun als die Konkurrenten, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen.
Zum Rennen soll aber das Spiel mit dem Ball kommen – aus einer Grundordnung mit Viererabwehrkette heraus. Davor spielte gegen den bisherigen Club von Christian Gentner (ab 1. Januar Leiter der Lizenzspielerabteilung beim VfB) im defensiven Mittelfeld zuerst Atakan Karazor, nach der Pause rückte Waldemar Anton von der Innenverteidigung auf die Sechserposition.
Verzichten mussten die Stuttgarter noch auf die beiden japanischen WM-Teilnehmer Wataru Endo und Hiroki Ito sowie Borna Sosa, der mit Kroatien bis zuletzt in Katar weilte. Konstantinos Mavropanos, Chris Führich, Josha Vagnoman, Laurin Ulrich und Samuele di Benedetto fehlten angeschlagen beziehungsweise krank.