Das Hotel auf dem Markgräfler Hausberg auf Schliengener Gemarkung öffnet nach umfassender Renovierung wieder seine Türen.
„An new chapter begins – rooted in history, renewed for today“, auf deutsch: Ein neues Kapitel beginnt – in der Geschichte verwurzelt, erneuert für das Heute – so steht es in der auf Englisch verfassten Pressemitteilung, die die Eröffnung des Hochblauenhotels für Samstag, 7. März, ankündigt.
„Wir haben die behördliche Abnahme des Hauptgebäudes erhalten und werden das gute Wetter nutzen, um erste Tagesgäste im Rahmen eines ,Soft Openings’ zu empfangen“, schreibt Hoteldirektor Ingo Schmidt in seiner Pressemitteilung.
Nach umfassender Renovierung des historischen Gebäudes beginnt nun das neue Kapitel, das den „Geist des Hauses bewahrt“, wie in der Pressemitteilung zu erfahren ist.
„Ort der Begegnung“
Das Hotel bietet 37 Zimmer in zwei Gebäudeflügeln, ein Panoramarestaurant und einen Spa- und Wellnessbereich. Mit der Wiedereröffnung kehrt das Hochblauenhotel nicht nur als Reiseziel zurück, sondern auch als erneuerter Ort der Begegnung für die Region, heißt es.
Für das im Juni 1875 erstmals als „Krone des Blauen“ eröffnete Hotel endet damit vorerst eine in den vergangenen Jahren recht wechselhafte Geschichte. Das Hotel auf dem 1165 Meter hohen Hausberg des Markgräflerlands wurde bis ins Jahr 2004 von einem Urenkel des Erbauers, der Familie Stehlin-Haas, geführt.
Als das betagte Wirtsehepaar das Haus verkaufen wollte, sorgten die Pläne des Interessenten, das Gelände einzuzäunen, für einen Aufschrei. Die Gemeinde Schliengen machte von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch. Schließlich erwarb ein Berliner Investor das Haus, der dort ein Tagungshotel bauen wollte. Lange passierte nichts, das Haus wurde immer maroder.
2015 erwarb es der türkische Geschäftsmann Hasan Alaca, der es nach zweijähriger Renovation neu eröffnete. Seine Pläne, die Scheune auf Malsburg-Marzeller Gemarkung zu einem Spielcasino umzubauen, lehnte der Malsburg-Marzeller Gemeinderat ab.
Hotel renoviert
Es folgten neue Verpachtungen und neue Pläne. 2020 startete das Unternehmen „3Renk Foto-Film Production“ den Versuch, das Hotel mit Veranstaltungen wie DJ-Musik, Open-Air-Kino, Hochzeitsfeiern und Motto-Abenden ein junges Publikum auf den Berg zu ziehen. Doch das Konzept führt nicht zum gewünschten Erfolg und die Pächter zogen sich zurück. Alaca veräußerte seine Geschäftsanteile an seinen Partner Umut Dülger. Das Hotel wurde schließlich von Resit Topaloglu, einem Investor aus Istanbul erworben, der es für mehr als zehn Millionen Euro renovieren ließ.