Die Teilnehmerzahlen der Jugendmeisterschaften des Tennisbezirks Stuttgart/Böblingen/Calw sind höher als im Vorjahr.
Mit etwas mehr als 300 Kindern und Jugendlichen waren die wieder früh in der noch jungen Freiluftsaison angesetzten Jugendbezirksmeisterchaften des Tennisbezirks C (Stuttgart/Böblingen/Calw) wieder etwas besser angenommen worden als im Vorjahr. Positiv für die Abwicklung auf den Anlagen der SV Böblingen und des TC Doggenburg sowie in Vorrunden auch beim Cannstatter TC: Das Wetter spielte vorbildlich mit, Wartezeiten wegen Regens warfen die Zeitpläne diesmal nicht durcheinander.
Spielfeldgrößen verändert
Als Neuerung wurde in der Altersklasse U9 das Midcourt-Feld um seitlich jeweils rund 90 Zentimeter verengt. Diese schmale Variante passt besser zur Körpergröße und Laufgeschwindigkeit von Kindern und fördert längere Ballwechsel und schnelleres Spieltempo und erleichtert den Übergang vom Kleinfeld auf das Großfeld. „Die erhofften längeren und intensiveren Ballwechsel, der häufigere Einsatz der Vorhand sowie Spielwitz haben mehrfach und selbst unter schwierigen Ostwindbedingungen und starken Windböen stattgefunden. Als Unterschied zu erkennen war, dass Jungs im Vergleich zu den Mädels eine abenteuerlichere und mutigere Spielweise an den Tag legten, die Mädels hingegen noch zurückhaltende und leicht vorsichtig agierten“, hatte Verbandstrainer Genadi Miheylov beobachtet. Interessant für ihn, wie hoch das Niveau dieser Bezirksmeisterschaften oft auch schon in ersten Runden war. „Aufgefallen ist mir das U18-Achtelfinale zwischen Valentin Vohl vom TEC Waldau und Aurelio Erlenmayer vom Cannstatter TC, das von der Spielqualität auch ein Finale hätte sein können und erst im Match-Tiebreak entschieden wurde. Für die kleinen Akteure auf dem Nebenplatz war das fast dreistündige Match während des Spielens eine Inspiration“, so Mihaylov.
Yannik Maisch überzeugt
Durchgesetzt hat sich in der Königsklasse U18, ausgespielt bei der SV Böblingen, der von Beginn an souverän aufspielende Yannik Maisch (TEC Waldau). Nicht nur Finalist Konrad Hodel (STG Geroksruhe) hat sich da gefragt, was er den wuchtigen Grundschlägen des topgesetzten Juniors aus Stuttgart-Heumaden entgegensetzen könnte. Man konnte da noch so geduldig sein und vielleicht über gut vorbereitete Spielzüge ein, zwei gute Punkte herausspielen – mit seinem Druck zwang Maisch die Gegner, darunter im Halbfinale auch Rafael Heyd vom TC Herrenberg, zu einem riskanteren Spiel. Der U18-Titel war jedenfalls mehr als verdient.
Spannender war das U18-Juniorinnen-Finale zwischen Victoria Okon (SV Böblingen) und Trudi Hinker (VfL Sindelfingen), das schließlich im Match-Tiebreak an die Lokalmatadorin ging. Luna Dima bescherte der SVB als Siegerin der U16 einen weiteren ersten Platz, der sich frühzeitig schon durch Aufgabe von Nathalie Rotter (TC Herrenberg) ergab. Wie im Vorjahr hat sich in seiner Altersklasse, diesmal den U16, erneut Kristi Thano (Cannstatter TC) durchgesetzt.
Das mit 42 Teilnehmern größte Teilnehmerfeld stellten die Junioren U14. Hier gewann mit Mikko Deuschle ein weiterer Nachwuchsspieler des TEC Waldau. Groß die Freude dann beim TC Doggenburg, als bei den Juniorinnen U14 mit Felippa Wegener eine Lokalmatadorin erfolgreich war.