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Tennis "Wunderwaffe" Dominik Koepfer tut gut

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Neuling Dominik Koepfer beeindruckt Teamchef Michael Kohlmann mit Wille und Kampfgeist. Gut möglich, dass der Furtwanger das zweite Einzel bestreitet. Foto: Hagen

Der Verzicht von Alexander Zverev wiegt schwer, doch auch mit drei Debütanten – ­darunter "Wunderwaffe" Dominik Koepfer aus Furtwangen – will das deutsche Davis-Cup-Team beim Finalturnier in Madrid überraschen.

Alexander Zverev blieb keine Zeit zum Verschnaufen. Nach seiner Ankunft in Buenos Aires gab er mit Roger Federer sogleich den Grillmeister und warf mächtige argentinische Steaks auf den Rost, dann schrieb der deutsche Tennis-Jungstar fleißig Autogramme für die begeisterten Fanmassen.

Und während Zverev mit dem Schweizer Maestro durch Lateinamerika tourt und zahlreiche Schaukämpfe bestreitet, steht jenseits des Atlantiks das deutsche Team beim Davis Cup vor einer schweren Aufgabe. "Mit Alexander Zverev wären wir natürlich stärker", sagte Tennis-Ikone Boris Becker zu den Chancen der Deutschen beim neuen Finalturnier des Mannschaftswettbewerbs in Madrid: "Deswegen sind wir nicht Favorit, wir sind Außenseiter."

Titelanwärter sind andere, etwa der vom Weltranglistenersten Rafael Nadal angeführte Gastgeber Spanien, die ausgeglichen stark besetzten Franzosen oder auch Serbien mit Wimbledonchampion Novak Djokovic. Doch auch ohne seinen Spitzenspieler brauche sich das deutsche Team nicht zu verstecken, meint Becker: "Durch unseren Teamgeist hoffen wir, die notwendigen Punkte zu gewinnen." Vor den Gruppenspielen gegen Argentinien am Mittwoch und tags darauf gegen Chile (beide ab 11.00 Uhr/DAZN) ist das deutsche Team ohne seinen Star aber eine Wundertüte.

Struff die Stütze

In US-Open-Achtelfinalist Dominik Koepfer aus Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und den French-Open-Siegern Kevin Krawietz und Andreas Mies im Doppel schickt Teamchef Michael Kohlmann gleich drei Debütanten ins Rennen. Neben Routinier Philipp Kohlschreiber besitzt einzig Jan-Lennard Struff Davis-Cup-Erfahrung, der Warsteiner spielt die beste Saison seiner Karriere und ist in Madrid im Einzel gesetzt.

"Er ist für mich eine ganz wichtige Stütze", lobte Kohlmann seine Nummer eins. Kevin Krawietz und Andreas Mies seien ein "absolutes Weltklasse-Doppel", lobte Becker die French-Open-Sieger. Dass der Triumph in Paris keine Eintagsfliege war, zeigten sie spätestens durch ihren Halbfinal-Einzug bei den US Open.

Und dann hat der Teamchef in Dominik Koepfer noch ein besonderes Ass im Ärmel. "Dominik ist so ein bisschen die Wunderwaffe", sagte Kohlmann über den 25-Jährigen, der bei den US Open als Qualifikant erst im Achtelfinale am späteren Finalisten Daniil Medwedew gescheitert war. Beeindruckend seien vor allem Koepfers Wille und Kampfgeist gewesen. "Das kann", glaubt Kohlmann, "einem Team, so wie wir es in Madrid sind, nur guttun."

Koepfer hat sich erst im Schwarzwald erholt, dann in Tampa, seiner Wahlheimat in Florida, auf seine Premiere vorbereitet. "Ich freue mich extrem darauf, erstmals dabei zu sein. Ich denke, dass wir in unseren Gruppenspielen gegen Argentinien und Chile bestehen können, wenn es auch nicht einfach wird", hofft der Furtwanger nicht nur auf den Viertelfinal-Einzug, sondern dann auf ein eventuelles Duell mit Gastgeber Spanien. "Das wäre natürlich unglaublich, in Madrid gegen Rafael Nadal und Co. zu spielen."

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