Jasmin Vorih freute sich über ihren knappen Sieg gegen Mia Breuer (Tübingen), die in der deutschen Rangliste auf Platz 351 steht. Foto: Fritz

Drei Tage lang wurde den vielen Zuschauern teilweise hochkarätiges Turniertennis bei den Bezirksmeisterschaften der Aktiven in Hechingen geboten – auch von Schwenningerinnen. Überraschungen und Favoritenstürze prägten den gesamten Turnierablauf.

Überraschungen und Favoritenstürze prägten den gesamten Turnierablauf.

Damen A: Dominiert wurde diese Konkurrenz von der Hechinger Spitzenspielerin Gwendolyn Fedel, denn die erst 16-Jährige gab insgesamt keinen Satz beim Titelgewinn ab. Die junge Schwenningerin Leilani Friesch schlug die Tübinger Württembergligaspielerin Lena Burkhardtsmaier in drei Sätzen.

Einen unvorhergesehenen Sieg landete Jasmin Vorih vom TC Schwenningen beim 2:6, 6:3, 10:5 gegen die Ranglistenspielerin Mia Breuer aus Tübingen. Vorih musste sich im Viertelfinale dann der übermächtigen Fedel geschlagen geben.

Letztere setzte sich dann anschließend auch klar mit 6:3, 6:1 gegen Sarah Mühlberger, TC Tübingen durch und traf im Finale auf Lilly Eberhardt vom TC Empfingen. Eberhardt benötigte im Halbfinale Glück und enormen Aufwand, um sich mit 7:6, 6:4 gegen die routinierte Hechingerin Carmen Schmid durchzusetzen. Schmid hatte im Viertelfinale für die große Sensation gesorgt, denn sie rang Anna Bögner (TC Tübingen, DTB 184) im Viertelfinale mit 4:6, 6:1, 10:5 nieder. Das Finale wurde dann eine kurze Angelegenheit, denn Lilly Eberhardt musste beim Stand von 1:1 mit offenen Blutblasen aufgeben.

Huber überrascht

Damen B/C: Für die erste Überraschung sorgte hier Annika Huber, TC Schwenningen mit einem 6:2, 4:6, 10:3 Sieg gegen die topgesetzte Mara Pfaff vom TC Tübingen. Huber scheiterte dann im Halbfinale gegen die laufstarke Zoe King (TC Ratshausen). Souverän ins Finale spielte sich in der unteren Hälfte Verena Hernadi, TC Bildechingen, die unter anderem Oxana Eschenko (TA TV Belsen) und auch Viktoria Mattern (TC Tailfingen) jeweils in zwei Sätzen besiegte.

Das Finale wurde dann eine heiße Kiste, denn King und Hernadi schenkten sich absolut nichts, kämpften verbissen um jeden Ball, bis sich dann nach über zwei Stunden die junge King mit 7:6, 6:4 durchsetzen konnte.

Gomez Mantilla triumphiert

Herren A: In der Königsdisziplin jagte ein Highlight das nächste. Lukas Raible lieferte sich im Viertelfinale mit seinem Vereinskollegen aus Tübingen, Benjamin Arnold, eine wahre Tennisschlacht und benötigte fast drei Stunden bis zu seinem 7:6, 4:6, 13:11. Im Halbfinale traf er auf die Nummer 1, Sebastian Gampert (TC Hechingen), der mit überragenden Grundschlägen auftrumpfte und sich mit 6:4, 6:1 ins Finale spielte.

In der unteren Hälfte spielte sich der routinierte Spanier Ivan Gomez Mantilla, der für den TC Tübingen aufschlägt ins Halbfinale gegen die Hechinger Nachwuchshoffnung Lasse Bohr. Gomez Mantilla hatte zuvor vom krankheitsbedingten Nichtantreten von Pascal Domnik (TC Ostdorf) profitiert. Das Halbfinale zwischen Gomez Mantilla und Lasse Borg bot dann zweieinhalb Stunden Spitzentennis mit dem besseren Ende für den Spanier, der in entscheidenden Momenten immer wieder seine Gelassenheit ausspielen konnte und sich mit 1:6, 6:4, 10:7 durchsetzte.

Umkämpftes Finale

Im Finale lieferten sich Gomez Mantilla und Gampert vor allem im ersten Satz einen Fight auf Biegen und Brechen mit dem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 7:5 für Gomez Mantilla. Der Spanier eröffnete den zweiten Satz sofort mit einem Break, spielte konzentrierter und sicherer als sein Kontrahent und holte sich mit 7:5, 6:1 den Titel.