Jubiläumsumzug in Tennenbronn Foto: Annika Benner

Kalt – aber zumindest kein Schmuddelwetter wie am Schmotzigen beim Umzug durch Tennenbronn: Und bei den zahlreich erschienenen Narren konnte einen nur warm ums Fasnetsherz werden.

Die meisten der Gastzünfte kamen aus unmittelbarer Nachbarschaft im Landkreis Rottweil. Doch einige Gäste hatten einen längeren Weg auf sich genommen, um bei diesem Jubiläum auflaufen zu können.

 

Die Seltenbachgeister aus Tuttlingen waren gekommen. Die Narrenzunft Dornstetten mit den Kleidle Schnogaklopfer, Pestbutz, Tod und Kräutergretel aus dem Landkreis Freudenstadt sowie die Peterstaler Narrenzunft 1906 mit den Häsern des sagenumwobenen Ilwedritsche, dem Quellegeist (nicht zu verwechseln mit dem Quälgeist) und das trügerische Hagekätherle aus dem Ortenaukreis, waren mehr als 50 Kilometer weit angereist.

Noch einen weiteren Weg hatten nur der Narrenverein Wald mit seinen Wald-Goischtern und Wald-Hexen sowie die Seegoister Zielfingen mit näherungsweise 100 Kilometern. Beidekommen aus dem Landkreis Sigmaringen. Ebenso die Burichinga Kloster Ahna-Goisch’r aus Sonnenbühl-Undingen im Landkreis Reutlingen. Kurzentschlossen dabei auch die Narrenzunft Nagold Pfrondorf mit Wäschbachhexen, Riedwiesengeistern sowie Zwetschga Male & Weible. Ebenfalls recht spontan: Die Narrenzunft Darmsheim mit Stoibruch Dämona und Hexa. Spitzenreiter in Sachen Entfernung blieb jedoch die Narrenzunft Raidwangen aus Beuren im Landkreis Esslingen mit Roigl-Hexen und Käsjägern.

Mehrere Jubiläumszünfte

Spontan dabei

Die närrische Aufstellung zog wie üblich über die Hauptstraße abwärts bis zur Festhalle. Fasnetswagen mussten dabei an der Kurve am Dorfplatz beste Manövrierfähigkeit vorweisen, um nichts oder niemanden am Zebraschild hängen zu lassen.

Mehrere Jubiläen

Festlich zum Auftakt führten die Pfrieme-Stumpen, die Jubilare, den Zug an. Die Figur Kappelgeist blickt in diesem Jahr auf 40 Jahre zurück. Die vereinseigene Tanzgruppe feiert stolze 25 Jahre Bestehen. Ihnen folgen die letztjährigen Jubilare, die Ichbe-Hexen, die mit 41 Jahren Zunftgeschichte sogar noch auf ein bisschen mehr gemeinsame Geschichte zurückblicken können. Auch die Erzknappen haben in diesem Jahr mit 33 ein Schnapszahljubiläum. Auch unter den Gästen gab es Jubiläen beispielsweise die Bürgerwehr aus. Peterzell mit den Engelegoaschtern.

33 Jahre Erzknappen

Konfetti-Bett wartet

Udo Reinke begleitete den Umzug in diesem Jahr nicht aus Vogelperspektive, sondern, ganz kameradschaftlich seinem Kollegen Thomas Wälde verbunden, von der Straße. Doch die Brüderlichkeit währte nicht lange, das Konfettibett der Ichbe-Hexen traf in diesem Jahr ihn. So kurz nach dem Valentinstag von Flüchen getroffen bekundete Wälde seine Enttäuschung.

Anschließend Narrentreiben

Die gefrorenen Gliedmaßen konnten Besucher und Hästräger nach dem Umzug in der Festhalle beim bunten Narrentreiben, in der Ringerbar oder beim Pfrieme-Besen im „Löwen“ mit warmen Getränken oder mit rhythmischer Bewegung zu den Klängen des Panik-Orchesters wieder auftauen.