Christoph Moosmann hatte große Verdienste um die Schreinerei. Foto: Privat

Fassungslosigkeit und große Trauer herrschen in Tennenbronn: Schreinermeister Christoph Moosmann ist am Ostersonntag in Folge einer Corona-Infektion im Alter von gerade einmal 54 Jahren verstorben.

Schramberg-Tennenbronn - Damit verliert der renommierte Betrieb seinen Geschäftsführer und Macher. Christoph Moosmann hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Nach seiner Corona-Infektion verschlechterte sich sein Zustand zunehmend und er musste in der Universitätsklinik Freiburg künstlich beatmet werden.

Geboren wurde Christoph Moosmann am 12. Februar 1967. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung bei der Schreinerei Flaig in Hardt. 1993 war er frisch gebackener Schreinermeister, bevor er 2002 den elterlichen Betrieb übernahm, den sein Vater David Moosmann 1970 gegründet hatte. Derzeit hat die Schreinerei Moosmann 33 Mitarbeiter. Der Betrieb – so viel ist jetzt schon sicher – wird auf Wunsch der Trauerfamilie im Sinne von Christoph Moosmann weitergeführt.

Er war ein Chef, wie man ihn nicht alle Tage findet. Herzensgut, hilfsbereit, stets ein offenes Ohr für die Mitarbeiter und um deren Wohl besorgt: So beschreiben ihn seine Angestellten in der Schreinerei, für die er immer einen aufmunternden Spruch auf den Lippen hatte. Auch in schwierigen Zeiten behielt er den Überblick und war nicht aus der Ruhe zu bringen.

Seine positive Grundeinstellung färbte ab. Bei Christoph Moosmann stand der Mensch im Mittelpunkt – nicht nur der wirtschaftliche Gewinn des Unternehmens. Zudem war er sozial eingestellt und zeigte große Hilfsbereitschaft, beispielsweise bei Schicksalsschlägen von Mitarbeitern.

Zudem lag ihm "sein" Tennenbronn immer sehr am Herzen. Es war für ihn der schönste Ort überhaupt. Früher war er als Fußballer beim FV Tennenbronn aktiv, zudem unterstützte er Vereine bei Festlichkeiten. Christoph Moosmann arbeitete viel, er war aber auch Familienmensch durch und durch.

Das 50-jährige Firmenjubiläum hätte im Mai 2020 mit einem mehrtägigen Ausflug mit Familie und Mitarbeitern gefeiert werden sollen. Allerdings musste diese Reise nun bereits zum zweiten Mal wegen der Pandemie verschoben werden.

Und ein weiterer Schicksalsschlag hat die Familie Moosmann Anfang April getroffen: Auch die 23-jährige Tochter ist an der Virus-Erkrankung gestorben

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