Ob traurig oder fröhlich, die Symbolik der Geschwindigkeitsmesstafel wirkt nicht an jedem Standort. Foto: pusteflower9024 - stock.adobe.com

Laut Ortsvorsteher Alexander Steiger war der Einsatz des Tempomessgeräts in der Steinachstraße wirkungslos.

Einige Bildechinger Ortschaftsräte regten sich über eine Quote von 2,8 Prozent an Geschwindigkeitsüberschreitungen bei ihrer letzten Verkehrsmessung so auf, dass eine heiße Diskussion darüber entstand, wie man den Rasern Herr werden kann. Da sind die Gremiumsmitglieder in Grünmettstetten viel cooler. Es gab kaum eine Reaktion auf die Mitteilung von Ortsvorsteher Alexander Steiger, dass ihr Smiley (die Verkehrsüberwachungstafel) genau null Prozent der Verkehrsteilnehmer dazu bewog, vom Gas zu gehen.

 

Viele fahren zu schnell

Die Tafel mit dem Smiley hing vom 22. Oktober bis 9. November in der Steinachstraße (kurz nach dem Ortseingang). Gemessen wurden in dieser Zeit 25 585 Fahrzeuge, von denen 24,3 Prozent 50 km/h und schneller fuhren. 4787 Fahrzeuge waren sogar mit 60 km/h und schneller unterwegs und 65 Verkehrsteilnehmer erreichten innerörtliche Spitzenwerte um die 80 km/h.

Zahlen, die in Grünmettstetten niemand mehr erschrecken, denn die Anwohner sind schnelles Fahren im Ort gewohnt.

Sogar in der 30er-Zone, die Lindenkreuzstraße hoch, wurden von Manfred Schäfer sehr schnell fahrende Autos beobachtet. Er fragte in der Sitzung des Ortschaftsrats deshalb an, ob man dort nicht auch mal die Geschwindigkeitsanzeige aufstellen könne. „Das machen wir“, versprach der Ortsvorsteher dem Fragesteller.