Autos fahren auf der A8 Foto: dpa

Wenn es nach der Stadt Stuttgart geht, soll auf der A8 auch nachts ein Tempolimit gelten.

Stuttgart - Auf der Autobahn 8 auf den Fildern sollen die Fahrer nachts nicht beliebig schnell fahren können, sondern nach Auffassung der Stuttgarter Stadtverwaltung auch in verkehrsarmen Zeiten aus Lärmschutzgründen ein Geschwindigkeitslimit einhalten. Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) und Umweltbürgermeister Matthias Hahn (SPD) wollen in diesem Sinne jetzt einen Brief an die Landesregierung schreiben.

Der Anlass: Das Land plant für den Autobahnabschnitt zwischen Leonberg und Wendlingen eine flexible, von Verkehr und Witterung abhängige Verkehrsregelung und will die Einhaltung der Tempogebote mit Blitzerstationen kontrollieren. Offen ist, ob das bisherige starre Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde zwischen den Anschlussstellen Leonberg und Esslingen als Obergrenze fortbesteht. Im Landespolizeipräsidium in Stuttgart wird das kritisch betrachtet. Grund: Wenn die Autobahn nachts frei wäre und die Kameras trotzdem bei Überschreitung von Tempo 120 in Aktion träten, würden Klagen über Abzocke laut werden.

"Dann muss man eben auf die dynamischen Anzeigetafeln schreiben, dass es sich um Lärmschutz handelt", kontert Schairer, der besonders von Stadträten der Grünen und der SPD sowie von Bezirksbeiräten wiederholt aufgefordert worden war, mit dem Land um Lärmschutz für die Stadtteile Fasanenhof und Rohr zu kämpfen. SPD-Fraktionschefin Roswitha Blind will notfalls auch das SPD-geführte Innenministerium anschreiben.