Es sei durchaus möglich, dass in Zukunft noch weitere stationäre Blitzer in Nagold aufgestellt würden, so der Leiter des Ordnungsamtes. (Symbolbild) Foto: dpa

In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Stadt Nagold zwei neue Blitzer in Betrieb genommen. Der jüngste Neuzugang befindet sich im Ortsteil Gündringen, der andere in der Kernstadt, in der Lindachstraße.

Nagold - "Die Anzahl der gemessenen Fahrzeuge bei den neuen Anlagen kann noch nicht genannt werden, da bisher keine detaillierte Auswertung erfolgte", teilt Achim Gräschus, Leiter des Ordnungsamtes, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten mit. Und mit wie viel schlägt ein neuer Blitzer zu Buche? "Bei einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage rechnen wir grundsätzlich mit Anschaffungskosten von circa 80.000 bis 90.000 Euro – inklusive der notwendigen Tiefbauarbeiten", antwortet Gräschus.

Es sei durchaus möglich, dass in Zukunft noch weitere stationäre Blitzer in Nagold aufgestellt würden, schreibt der Leiter des Ordnungsamtes, konkrete Standorte seien allerdings noch nicht bekannt. Insgesamt gebe es zur Zeit neun solcher stationären Anlagen im Zuständigkeitsgebiet der Stadt Nagold. Davon seien auch alle im Betrieb, das heißt: Sie schießen scharf. Auf die Frage, wie viel im vergangenen Jahr geblitzt wurde und wie viele Einnahmen dies generiert habe, antwortete Gräschus: "Die Bußgeldeinnahmen setzen sich aus sehr vielen unterschiedlichen Bereichen zusammen. So sind hier die mobilen Messungen, die stationären Messungen, die Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr und auch sonstige Ordnungswidrigkeiten zu nennen."

In Gündringen gilt Tempo 50 – noch

Für den Blitzer in Gündringen hatte sich unter anderem Gemeinde- und Ortschaftsrat Oliver Mayer von der CDU-Fraktion mit Nachdruck eingesetzt. Nicht zuletzt war es auch sein Wahlkampfthema. Das Beispiel beweise, wie hervorragend Demokratie in diesem Land, vor der eigenen Haustür funktioniere, so Mayer damals.

Wenn man ein Thema hat, für das es sich persönlich zu kämpfen lohne, könne man auch etwas erreichen. Der stationäre Blitzer sei dringend nötig gewesen, weil nur wenige der durchfahrenden Kraftfahrzeuge – Autos, große Lkws – sich an die innerorts geltenden 50 Stundenkilometer gehalten hätten.

Beim Thema "Verkehrsberuhigung in Gündringen" solle es mit dem einen Blitzer an der Ortsdurchfahrt in Gündringen allerdings nicht gewesen sein, hieß es bei einem Pressetermin im November von den anwesenden CDU-Kommunalpolitikern. Der nächste Schritt sei eine Geschwindigkeitsbegrenzung der innerorts geltenden 50 Stundenkilometer auf 40 oder besser 30 Stundenkilometer. Das Ziel: Eine reduzierte Durchfahrtsgeschwindigkeit im Verbund mit der Überwachung durch fest installierte Blitzer.