Seit rund zweieinhalb Wochen gelten in Mönchweiler neue Geschwindigkeitsbegrenzungen sowohl innerorts auf der Hindenburgstraße als auch auf einem Teilstück der Bundesstraße 33. Bürgermeister Rudolf Fluck zieht eine erste Bilanz.
Das Landratsamt hat für die Landesstraße 181, die durch den Ort von Villingen nach Königsfeld führt, eine ganztägige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer angeordnet.
Auch die Bundesstraße B 33 hat aus Lärmschutzgründen ein Tempolimit im Bereich der Mühlenstraße bekommen. Auf einem Abschnitt von rund 400 Metern gilt künftig eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Im restlichen Bereich bleibt die bereits vorhandene Beschränkung auf 70 Stundenkilometer bestehen.
Bürgermeister Rudolf Flucks Büro befindet sich direkt an der Hindenburgstraße. Wie bewertet er das Tempolimit? „Es zeichnet sich bereits jetzt eine deutliche Beruhigung des Verkehrs entlang der Hindenburgstraße ab, was sich gerade an der Engstelle Rathaus/Kirche sehr positiv auswirkt“, berichtet Fluck.
Für die Bewohner an der Hindenburgstraße spürbar
Doch ist es tatsächlich leiser geworden? „Eine Beruhigung des rollenden Verkehrs führt zwangsläufig immer dazu, dass man es leiser wahrnimmt, was aber sicher durch die Bewohner direkt an der Hindenburgstraße spürbar sein wird“, meint der Bürgermeister.
Es gebe auch bereits Rückmeldungen aus der Bevölkerung. „Diese fallen von Seiten der Hindenburgstraße sehr positiv aus“, berichtet er.
Während es in vielen Orten vor allem im Schwarzwald Klagen über laute Motorräder gibt, hat Mönchweiler diesbezüglich keine Schwierigkeiten. „Es gab bei uns bisher nie Probleme mit Motorradfahrern, und das wird sich auch durch eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer nicht ändern“, sagt der Bürgermeister. Überhaupt sei es nicht unbedingt das Motorgeräusch, sondern eher das Abrollen, was den störenden Lärm verursache. „Die heutigen Fahrzeuge – ob Verbrenner oder E-Auto – zeichnen sich bereits durch sehr leise Motorgeräusche aus. Das entscheidende sind die Abrollgeräusche, die bei einer langsamen Fahrt deutlich geringer sind“, so der Bürgermeister.
Während die Akzeptanz der innerörtlichen Geschwindigkeitsreduzierung groß ist, wird an der Beschränkung auf 50 Stundenkilometer auf der Bundesstraße von vielen Durchfahrenden Kritik laut.
1200 Meter entlang der Wohnbebauung beantragt
„Wo eine direkte Betroffenheit der Bevölkerung entlang einer Bundesstraße vorhanden ist, halte ich 50 Stundenkilometer auch auf einer Bundesstraße für absolut legitim. Wir haben als Gemeinde 1200 Meter entlang der Wohnbebauung beantragt, wo hier durch die Straßenverkehrsbehörde 400 Meter festgesetzt wurden“, so Fluck, der eine längere Streckenführung, bei der man sich auf die 50 Stundenkilometer einstellen könnte, als zielführender einstuft.
Doch halten sich die Autofahrer überhaupt an die neuen Beschränkungen? „Entlang der Hindenburgstraße wird es mit den 30 Stundenkilometern funktionieren“, ist der Bürgermeister überzeugt.
Doch auf der B 33 sieht er die kurze 50er-Beschränkung auf einer Länge von 400 Metern als sehr kritisch an. Ob es schon bald Geschwindigkeitskontrollen gibt, lässt Fluck offen: „Für Kontrollen ist das Landratsamt zuständig und nicht die Gemeinde.“