Tempo 30 soll in Schramberg kommen. Foto: dpa/Stefan Sauer

Eigentlich sollte die Stadt schon seit dem vergangenen Jahr Tempo 30 in den Durchgangsstraßen der Innerortsbereiche in Schramberg und Sulgen umsetzen, doch dies ist derzeit noch nicht möglich.

Die Anwohner vor allem der bundesstraßennahen Wohngebäude warten dringend drauf, viele Autofahrer, die täglich durch die Stadt müssen, würden gerne darauf verzichten: die Anordnung, auf den Schramberger Bundes- und Landesstraßen innerorts künftig die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu drosseln.

 

Wer in der Talstadt wohnt, hat nachts nicht nur gelegentlich im „Goldenen Dreieck“ wegen feiernder Gäste ein Lärmproblem, sondern dies entlang der Häuser vor allem an der B 462 wegen zahlreicher Lastwagen eigentlich jede Nacht.

Ansprache in Haushaltsrede

Nicht umsonst hat auch Udo Neudeck (Freie/Neue Liste) in seiner Haushaltsrede das Thema angeschnitten – Fraktionsmitglied und Sohn Max wohnt direkt am Hammergraben, er selbst in der etwas höher gelegenen Landenbergerstraße.

„Das ist Chefsache“

„Das ist Chefsache“, meint Neudeck hinsichtlich der derzeit gehinderten Umsetzung von Tempo 30, aufgrund fehlendem Einverständnisses des Kreis-Nahverkehrsamts. Denn möglicherweise wäre es erforderlich, zwei Bushalte auf der Strecke zwischen Rottweil und Schiltach zu streichen, damit der Takt der die Bahnhöfe verbindenden Busse nicht aus dem Ruder läuft, falls die Tempobeschränkung kommt. Aber es kann nach Neudecks Worten nicht sein, dass die Gemeinderatsmitglieder wegen stockender Verhandlungen mit dem Landratsamt aufgefordert würden, sich beim Landrat zu beschweren. Das sei eine Sache der Oberbürgermeisterin, die keinen Aufschub mehr dulde.

Und problematische Busverbindungen bei Tempo 30 sieht Neudeck keine: Er ist der Ansicht, dass Linienbusse ohnehin kaum schneller als mit 30 Stundenkilometern unterwegs sein können.

Verhandlung mit Landkreis

Hinsichtlich der Umsetzung verspricht Eisenlohr auf Anfrage unserer Redaktion, sich im nächsten Schritt selbst in die Gespräche einzuklinken in der Hoffnung, beim Landratsamt die benötigte Kompromissbereitschaft vorzufinden. „Den Bürgern, die auf die beschlossenen Tempo-30-Zonen warten, können wir leider noch kein konkretes Datum für die Einführung nennen. Wir sind an dem Thema aber mit hoher Priorität dran,“ schreibt die Oberbürgermeisterin.