Ob Mensch, Tier oder Pflanze – das momentane Sommerwetter ist ein Stresstest für alle. Wir haben Menschen gefragt, wie sie mit dem Wetter umgehen.
Es ist heiß, und es wird noch heißer: Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor extremer Hitze am Oberrhein – ein äußerst seltenes Ereignis zu dieser Zeit im Jahr. Die Temperaturen bekommen viele zu spüren, egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit. Unsere Redaktion hat sich in Lahr und Region umgehört.
Ob Sportrasen, Grünflächen oder Bäume – der Bau- und Gartenbetrieb Lahr (BGL) hat in diesen Tagen viel zu tun, wie der stellvertretende Betriebsleiter Andreas Kopecky erklärt. Besonders gefährdet seien die Jungpflanzen, die noch nicht robust genug sind, um allen Wettern zu trotzen.
Für die Mitarbeiter gebe es Sonnencreme, Nackenschutz, Sonnenbrille, und atmungsaktive Sommerhosen, teilt die Stadt Lahr mit. Der Arbeitsbeginn wurde, wo möglich, auf 6 Uhr vorverlegt.
Hitzefrei ist kaum noch möglich
Doch nicht überall kann man so flexibel reagieren. Die Lahrer Grundschulen zum Beispiel müssen eine Betreuung der Kinder sichern. „Diese Woche machen wir nichts wegen der Hitze.
Nur wenn es weiter extremes Wetter gibt, könnten wie die Eltern informieren und die sechste Stunde ausfallen lassen“, erklärt Dagmar Hoefert als geschäftsführende Rektorin. Kinder, die noch nicht nach Hause können, würden freilich dennoch betreut.
Ein Segen sind die aktuellen Temperaturen auf jeden Fall für die Freibäder in der Region: „Wir freuen uns über die Saison“, erklärt Kippenheims Schwimmbadleiter Christian Rieger.
Die Kippenheimer reagierten auf den großen Andrang und verlängerten die Öffnungszeiten am Freitag und am Samstag spontan bis 22 Uhr. „Wir hatten ein Top-Wochenende“, sagt Rieger. Die langen Öffnungszeiten werden auch in den nächsten Wochen bleiben.
Und wie halten die Tiere die extreme Hitze aus? „Die sind oft schlauer als die Menschen und suchen sich ihr schattiges Plätzchen. Und es reicht, wenn die Tierpfleger im Stadtpark genügend Wasser bereitstellen“, sagt BGL-Vize Kopecky.