Die Polizei Freiburg warnt vor Betrügern, die derzeit wieder über Telefon oder im Internet versuchen, Menschen um ihr Erspartes Geld zu bringen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Freiburger Polizei hat zwei Betrüger gefasst. Sie gaben sich am Telefon als Polizisten aus und wollten in der Folge einer 76-Jährigen Bargeld abnehmen.

Die beiden 23-Jährigen hatten sich gegenüber einer 76-Jährigen als Polizisten ausgegeben und behauptet, sie würden das Geld der Frau aus einem Bankschließfach sicherstellen wollen. Als es zur Geldübergabe mit den Betrügern kommen sollte, war die Polizei vor Ort und konnte die beiden Betrüger festnehmen. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft.

 

Die Polizei in Freiburg nutzt den Vorfall, um einmal mehr vor Telefonstraftätern zu warnen: die Polizei fordert grundsätzlich keine Geldbeträge am Telefon ein. Man sollte auch nicht mit unbekannten Anrufern über die eigenen finanziellen Verhältnisse sprechen oder ich unter Druck setzen lassen. Misstrauen sei spätestens dann angesagt, wenn ein Anrufer nach Schmuck, Bargeld und anderen Wertsachen im Haushalt fragt.

Im Verdachtsfall sollten Angerufene das Gespräch beenden und per Notruf 110 die Polizei einschalten. Generell, so die Polizei in Freiburg, sei derzeit ein Anstieg der Telefonbetrügereien zu verzeichnen. Vor allem die Hochrheinregion sei betroffen. In der Regel behaupten die Betrüger, dass sie Polizisten seien und dass sie Geld bei ihren Opfern abholen und vor Einbrechern sichern wollen.

Die Beamten gehen von hoher Dunkelziffer aus

Zwar würden vereinzelte Betrugsversuche auch der Polizei gemeldet, man gehe aber von einer hohen Dunkelziffer aus, so Polizeisprecher Thomas Batzel. Auch im Freiburger Umland haben sich zuletzt die Telefon- und Internetbetrügereien gehäuft: So fiel eine 22-jährige aus dem Hochschwarzwald auf ein gefälschtes Angebot für eine Mietwohnung herein, überwies einen dreistelligen Geldbetrag als Kaution und bekam dafür keine Gegenleistung.

In einem anderen Fall überwies ein Geschädigter mehrere 10 000 Euro auf ein gefälschtes Internetportal, um in Aktien zu investieren, die es nicht gab. In einem dritten Fall versuchten die Betrüger, sich als Sohn ihres ausgewählten Opfers auszugeben und per Handy Geld zu verlangen. Allerdings fiel die Frau nicht auf den Betrugsversuch herein.