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Telefon-Betrüger Polizei rät: Gespräche nicht heimlich aufnehmen

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Wenn ein Telefon-Betrüger anruft, sollte man das Gespräch lieber nicht aufzeichnen. (Symbolbild) Foto: dpa

Triptis - Ob Enkeltrick, Gewinnversprechen oder andere Maschen: Die Tricks von Telefon-Betrügern sind permanent Thema in den Nachrichten. Erst kürzlich hat sich ein Rentner aus Thüringen jedoch gegen so einen Trickbetrüger gewehrt - indem er ihn aufgenommen hat. Doch ist das eigentlich erlaubt?

Ein noch Unbekannter wollte einem 75-jährigen Rentner weismachen, er habe 29.000 Euro gewonnen, die er aber erst bekomme, wenn er Gutscheine für einen Online-Handel im Wert von 900 Euro kaufe und ihm die Gutscheincodes telefonisch mitteile. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Weil dem Rentner dies offenbar komisch vorkam, zeichnete er das Gespräch mit Hilfe einer App auf und ließ die Aufnahme der Polizei zukommen. Doch ist das eigentlich erlaubt oder hat sich der Rentner mit seinem Trick womöglich strafbar gemacht? 

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Aufzeichnung heutzutage kein Problem

"Prinzipiell ist nach § 201 StGB die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes strafbar", erklärt Michaela Hirt von der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Konstanz. Allerdings gebe es Ausnahmen, die jedoch immer individuell geprüft werden müssen, erklärt Hirt weiter. Ob es sich im Falle des Rentners aus Thüringen um so einen Aausnahmefall handle, könne daher nicht gesagt werden.

Telefonbetrug: Polizei verstärkt Aufklärungsarbeit

So ein Telefongespräch aufzuzeichnen sei heutzutage grundsätzlich kein Problem: "Jedes moderne Smartphone - ob Apple oder Android - verfügt bereits ab Werk über eine entsprechende Aufnahmefunktion, die ohne Weiteres zur Aufzeichnung verwendet worden sein könnte", erklärt Hirt. Dennoch: Grundsätzlich gehöre die Aufzeichnung eines solchen Gesprächs nicht zu den Tipps, die die Polizei für solche Situationen gebe, informiert die Pressesprecherin. 

Polizei empfiehlt andere Verhaltensweisen

Stattdessen rät die Polizei den Menschen, die Opfer einer solchen Betrugsmasche werden, sich zum Beispiel erst mal bewusst zu machen, dass sie nichts gewonnen haben können, wenn sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben. Außerdem sollte niemals Geld ausgegeben werden, um zu einem vermeintlichem Gewinn zu kommen - dazu zähle auch die Begleichung von Gebühren. Persönliche Informationen, wie Telefonnummern, Adressen, Kreditkartennummern oder Ähnliches, sollten niemals weitergegeben werden, warnt die Polizei. Stattdessen solle man dem Anrufer Rückfragen, wie nach dem Namen, der Adresse und der Telefonnummer der Verantwortlichen und der Art des Gewinnspiels, stellen und sich die Antworten notieren. Außerdem sollte man unberechtigte Geldforderungen zurückweisen und niemals Zusagen am Telefon machen.

Ob auf den Rentner aus Thüringen ein Verfahren wegen der Aufnahme zukommt, ist nicht bekannt. Die Polizei ermittelt derzeit gegen den Telefon-Betrüger. 

Weitere Informationen und präventive Verhaltenshinweise bei Anrufen mit Gewinnversprechen gibt die Polizei unter diesem Link.
 

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