Zwar kein Fass ohne Boden, aber scheinbar doch ziemlich nah dran: Das Umkleidehaus am Klosterweiher in St. Georgen ist in die Jahre gekommen. Nun steht eine Teilsanierung an.
Eine Tropfsteinhöhle in der Damen-Dusche, Risse in der Decke, durch die Wasser eindringt, zwei Treppen, die so marode sind, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt, und Duschen, die auch noch laufen, wenn man sie eigentlich ausgeschaltet hat – das Umkleidehaus am St. Georgener Klosterweiher hat seit seinem Bau im Jahr 1967 wahrlich schon bessere Tage gesehen.
Grund für den Zustand des Gebäudes ist wohl vor allem das Wetter – Frost, Tau und Regen setzten Stahlbauteilen, Decken und Co. über die Jahrzehnte zu. Durch die offene Bauweise des Umkleidehauses wurde die Bausubstanz stark beansprucht, heißt es in der Vorlage für die jüngste Sitzung des Technischen Ausschusses.
Ein statisches Risiko sei zwar nicht gegeben – dennoch soll sich hier schon bald etwas tun, wie Alexander Tröndle, Leiter des städtischen Bauamts, in der Sitzung erläuterte.
Ursprünglich hatte man sich aufgemacht, die Betonsanierung der Treppe und die Erneuerung des Sprungturms auf den Weg zu bringen. „Aber wie es manchmal so ist mit diesem Projekten“, blickte Tröndle zurück. „Man fängt mit etwas Kleinem an“ – und dann tauchen immer mehr Probleme auf, die behoben werden wollen.
Treppenneubau ersetzt marode Anlage
Aktuelle Proben aus der Deckenplatte des Umkleidehauses ergaben laut Sitzungsvorlage, „dass alle Stahlstützen im Boden korrosionsgefährdet sind“ – glücklicherweise jedoch noch nicht so stark, dass ein massiver Eingriff notwendig ist. Es werde ausreichen, einen Korrosionsschutz aufzubringen – verbunden mit einem anschließenden gründlichen „Eindichten und Erneuerung der Stützen, der Gebäudeanschlüsse und Übergänge“.
Neun Punkte stehen insgesamt auf der Maßnahmen-Liste, welche die Stadtverwaltung ausgearbeitet hat. Neben den Arbeiten zum Korrosionsschutz bekommt das Umkleidehaus auch einen neuen Bodenbelag, neue Türen und vor allem eine neue Treppenanlage. Diese sei nämlich so stark in Mitleidenschaft gezogen, erklärte Tröndle, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohne. Stattdessen werden die alten Treppen abgerissen und durch eine neue Stahltreppe ersetzt.
Weitere Ausgaben im kommenden Jahr geplant
Den Auftrag für einen ersten Teil der langen Maßnahmenliste vergab der Technische Ausschuss in jüngster Sitzung für knapp 78 000 Euro an das Unternehmen Gebrüder Kammerer aus Nußbach. Gedeckt sind die Kosten durch Haushaltsmittel von 100 000 Euro, die noch im laufenden Jahr eingeplant sind.
Ganz werden diese aber nicht ausreichen, um die Teilsanierung des Umkleidehauses zu finanzieren. Für 2026 stehen daher weitere 70 000 Euro im noch zu verabschiedenden Haushaltsplan.
Fertig werden sollen die Arbeiten übrigens noch vor der kommenden Badesaison. Geplant ist daher ein Beginn bereits Anfang Dezember, wie es in der Sitzungsvorlage für den Technischen Ausschuss heißt.