Der Hochemminger Bürgersaal ist voll, der Feuerwehrnachwuchs lernt den Ablauf einer abendlichen Hauptversammlung kennen. Foto: Florian Hahnel

51 Alarme verzeichnete die Hochemminger Teilortswehr für 2026.

Das seit Jahren auffällige Problem der Feuerwehr-Fehlalarme wird auch von Hochemminger Seite nicht angegangen. Jedes Ausrücken der Floriansjünger kostet die Bürger zusätzlich bares Geld – unabhängig von ihrem Jahresunterhalt mit vor allem sehr kostenintensiver Technik.

 

Die Ortswehr Hochemmingen bilanziert für das vergangene Jahr 51 Alarme, darunter 18 durch Brandmeldeanlagen. Letztlich kam es zu zwei Zimmerbränden, einem Container-, einem Fahrzeug- und einem Heckenbrand sowie der Hilfe nach drei Verkehrsunfällen.

Im Fall eines tatsächlichen Ausrückens fällt eine Rechnung an. Wartet man ab und es wird eventuell kurz recherchiert, bedeutet das für die Aktiven mindestens vermeidbare Unruhe und vermeidbaren Stress. Ein Arbeitgeber weiß auch nicht, ob sein bei der Feuerwehr tätiger Angestellter den Arbeitsplatz im Fall des Falles verlässt. Kein Wort zur Problematik auch diesmal in Hochemmingen und bei der Hauptversammlung.

Der Ortsfeuerwehr-Ortskommandant Marco Erath und Stadtkommandant Volker Heppler hatten noch andere Themen. In Hochemmingen ist man mit dem Wirgefühl sehr zufrieden, Heppler informierte über technische Details. Zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr war der Bürgersaal im Rathaus voll, der noch sehr junge Nachwuchs musste zu einer für ihn ungewohnten Stunde aus dem Haus und kam erst gegen 21.30 Uhr zurück.

Der seinerseits noch junge Ortskommandant Marco Erath macht seine Sache gut und pendelt zwischen Jugend-Legerheit und Erwachsenen-Seriosität – damit ist er am Puls des Vereins. In Hochemmingen sind relativ viele junge Leute bei der Feuerwehr. Die Rentner der Altersmannschaft sind ihrerseits vergleichsweise auch zahlreich.

Mit 31 Aktiven, darunter zehn Atemschutzträger und zwölf Maschinisten, ist Hochemmingen gut aufgestellt. Die Jugend ist sechsköpfig und hat einen Neuzugang. Die Kinder und Jugendlichen werden meist in der Technik unterwiesen und bestreiten Übungen.

50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit bilanzieren Manfred Bartler und der Ex-Kommandant Harald Fischerkeller. Stefan Hils und Marcel Erath sind nach 15-jähriger Zugehörigkeit jetzt Oberfeuerwehrmänner. Andy Fehrenbach war 2025 der fleißigste Probenteilnehmer.

Frage an Volker Heppler aus der Versammlungsmitte: „Könnte man denn nicht wieder einmal ein Geschicklichkeitsfahren anbieten? Das macht wirklich Spaß!“ Heppler relativierte: „Nun, ein Fahrsicherheitstraining haben wir ja.“