Teilnehmerrekord: Mehr als 200 Läufer gingen in Kippenheim an Silvester an den Start. Foto: Schillinger-Teschner/Silvia Schillinger-Teschner

Nicht nur mit Laufsachen, sondern zum Teil auch mit Atemschutzgerät und Nikolausmütze starteten mehr als 200 Teilnehmer ihren ganz individuellen letzten Lauf des Jahres 2024. Es wurde deutlich: Auch unter der neuen Organisation erfreute sich der Silvesterlauf in Kippenheim großer Beliebtheit

Der Startschuss zum Silvesterlauf fiel pünktlich um 12 Uhr vor der Mühlbachhalle in Kippenheim. Die Vorsitzende des Turnvereins, Andrea Kalt, zeigte sich erfreut über das große und breitgefächerte Starterfeld. „Vom Kindergartenkind bis zu den Großeltern des Kindes ist jede Altersgruppe vertreten. Wir haben die Rekordmarke von 200 Startern geknackt. Auch tierische Teilnehmer gingen mit an den Start – die haben wir natürlich nicht mitgezählt“ freute sich die Frontfrau des Vereins, der diesen Silvesterlauf traditionell bereits seit 1999 als Veranstaltung im Breitensportbereich etabliert hat. Erstmals lag die Organisation des Laufes in den Händen des Lauftreffs, wobei die Streckenführung gegenüber der Vorjahre nicht verändert wurde. Der Weg war auch beim Silvesterlauf 2024 das Ziel – egal ob die lange Distanz von 9,4 oder die Kurzstrecke mit sechs Kilometern, „just for fun“ gelaufen oder gewalkt wurde.

 

Auch wenn es beim Silvesterlauf keine Zeitabnahme gab, hatten sich zwei der jüngsten Teilnehmer ein Ziel gesetzt. Hannis, acht Jahre jung, und der elfjährige Ben, die vor einigen Tagen bereits einen Zehn- beziehungsweise Fünf-Kilometer-Lauf absolviert hatten, wollten bei der Kurzstrecke als Erste über die Ziellinie laufen. Ein Vorhaben, das den beiden auch gelingen sollte. Knapp vor Frank, mit 52 etwas älter als die Jungspunde, hatten beide gleichzeitig die Nase vorn und waren somit gemeinsam die Ersten, die die Ziellinie überquerten.

Gerhard, der eigentlich immer aktiv am Silvesterlauf teilgenommen hatte, konnte wegen gesundheitlicher Probleme dieses Jahr nicht aktiv mitlaufen. Er hat sich jedoch als Streckenposten in die Organisation des Laufes eingebracht. Seit dem ersten Lauf ist er mit dabei und war auch einer der Ideengeber für das Event.

Lauf Durbach-Straßburg diente einst als Inspiration für den Silvesterlauf

Gerhard deutet auf seine Mütze: „30 Jahre Durbach-Straßburg“ ist darauf zu lesen. „Bei diesem Lauf ist meinem Laufkollegen Bernhard und mir der Gedanke gekommen, dass wir so etwas auch in Kippenheim aufziehen könnten. Die Idee hat sich durchgesetzt und nach nunmehr 25 Jahren fest etabliert,“ erklärt es nicht ohne Stolz und fügt hinzu, dass ohne die Corona-Pandemie heute Jubiläumslauf gewesen wäre.

Erstaunlich viele Gruppen und Gruppierungen haben den Silvestertag noch einmal für eine gemeinsame Aktivität im zur Neige gehenden Jahr genutzt. Ein Damen-Quartett des Leichtaltethikvereins Ettenheim kam ganz entspannt und gut gelaunt gemeinsam im Ziel an. Ebenso die Fußballer des Kippenheimer Sportvereins. Die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Mahlberg hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar noch vergrößert. Nunmehr sieben Kameraden in voller Atemschutzmontur mischten sich unter das Läuferfeld und demonstrierten ihre Fitness. Eine Nikolausmütze, die über eine Sauerstoffflasche drapiert war, demonstrierte zudem, dass der Lauf auch mit einer Portion an Humor gemeistert wurde.

Erlös soll krebskranken Kindern helfen

Mit einer reichhaltigen Kuchentafel auf Spendenbasis war nach einer warmen Dusche für das leibliche Wohl der Silvester-Läufer bestens gesorgt. Der Erlös des Spendenkässchen wird an den Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg gehen. „Die Leukämie-Erkrankung von Emma, einer 13 Jahre jungen, aktiven Läuferin aus den Reihen des TV Kippenheim hat uns vor Augen geführt, dass Krebs vor keinem Halt macht. Die Spende soll eine Unterstützung dort sein, wo sie benötigt wird. Uns allen wünsche ich ein gesundes Jahr 2025“, so Kalt in ihren Abschlussworten zum Silvesterlauf 2024.

Weinkönigin verteilt Getränke

Ganz gleich ob Einzelläufer oder Gruppe: Am Zieleinlauf belohnten Andrea Kalt, Ute Kölble und die amtierende Kippenheimer Weinkönigin Elena Kölble die Ankömmlinge mit einem Fläschchen Rotwein. Die jüngeren Teilnehmer durften sich an einem Erfrischungsgetränk aus der Hand der Weinhoheit erfreuen.