In der Verlängerung des Buswartehäuschens soll der Schuppen der Narrengesellschaft „Hooriger Hund“ gebaut werden. Ein paar Hindernisse gibt es aber noch zu überwinden. Foto: Dold

Die Mitglieder der Narrengesellschaft Sulzbach sind motiviert und stehen in den Startlöchern.

Nun fehlt nur noch die Genehmigung für den Bau des neuen Narrenschopfes neben dem Probelokal. Außerdem hofft die Zunft auf eine ungewöhnliche Finanzspritze.

 

Die Fasnetsveranstaltungen im Festzelt der „Hoorigen Hunde“ – auf dem Platz gegenüber der ehemaligen „Wilhelmshöhe“ – sind legendär. Allerdings ist es alles andere als selbstverständlich, dass diese auch in Zukunft stattfinden können.

Denn: Die bisherigen Lagerflächen für das Festzelt werden anderweitig benötigt. Das Zelt wurde auf mehreren Anhängern deponiert und privat bei Vereinsmitgliedern gelagert. Nun muss eine neue Lösung her – denn ohne Festzelt keine Fasnet in Sulzbach.

Zuschuss der Gemeinde

Der Gemeinderat hat dem Vorhaben der Zunft im Juni bereits zugestimmt und die Fläche in der Verlängerung des bestehenden Buswartehäuschens zur Verfügung gestellt. Obendrein gibt es einen Zuschuss von 20 Prozent der Baukosten. Diese betragen insgesamt etwa 30 000 Euro, so dass der Gemeindeanteil bei 6000 Euro liegen würde. Der Rest soll über die Vereinskasse und von den Mitgliedern finanziert werden.

Deutlich versüßen könnte das Projekt eine Unterstützung der Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar. Mitglieder der Bank können unter mitgliedernetzwerk.de/vbsdn/ für ein Projekt ihrer Wahl abstimmen – noch bis Donnerstag, 30. Oktober. Der Sieger erhält 6000 Euro. Die „Hoorigen Hunde“ hoffen hier auf den „Jackpot“ mit dem ersten Platz. Sie stehen aber unter anderem mit der Narrenzunft Lauterbach in Konkurrenz, die in Leihkleider für den Beerle-Ma investieren möchte und ebenfalls auf viele Stimmen hofft.

In der Bewerbung der „Hoorigen Hunde“ heißt es: „Bisher müssen unsere Mitglieder schweres Material wie Zeltgestänge, Bühne oder Heizungen auf alten Anhängern über weite Wege transportieren – mit hoher Verletzungs- und Unfallgefahr. Durch die zentrale und sichere Lagerung im neuen Schuppen wird das Risiko deutlich reduziert und der Auf- und Abbau wesentlich erleichtert“.

Baupläne sind eingereicht

Die „Hoorigen Hunde“ Sulzbach haben die Baupläne für den 13 mal 5 Meter großen Schuppen eingereicht und hoffen nun auf grünes Licht der Baurechtsbehörde aus Rottweil.

Der Starttermin für den Bau wäre bereits am Aschermittwoch 2026. Dann soll mit Ausgraben angefangen werden. Später werden die Mauern gestellt und das Ganze aufgerichtet. Gearbeitet wird – das ist Ehrensache bei den „Hoorigen Hunden“ – komplett ehrenamtlich und in Eigenleistung. Im Sommer soll das Ganze soweit fertig sein, damit alle Utensilien dort untergebracht werden können.

Sollte alles funktionieren wie geplant, wäre das ein Glücksfall für die Sulzbacher Narrengesellschaft. Mit diesem wäre die Zukunft des Vereins auf längere Zeit gesichert – zumal mit dem Schuppen sogar etwas größere Veranstaltungen gestemmt werden könnten.