Für Daniel Spitzbarth kommt das Ende des Tunnels in Sicht. Foto: Eyrich

Corona ist auch an der Technologiewerkstatt in Tailfingen nicht spurlos vorübergegangen.

Wie Innovationsmanager Daniel Spitzbarth dem Gemeinderat berichtete, hat das Tagungsbusiness der Technologiewerkstatt – und mit ihm das Cateringgeschäft – in den Jahren 2020 bis 2022 sehr gelitten.

 

Den Einnahmenausfällen standen, da der Betrieb ja aufrechterhalten werden musste und der Personal- und Energieaufwand nicht zurückging, gleichbleibend hohe Ausgaben gegenüber. Nicht dass die Technologiewerkstatt je eine positive Bilanz ausgewiesen hätte; das muss sie auch gar nicht; schließlich lässt sich der Ertrag ihrer Arbeit – das Wachstum erfolgreicher Startups und die Motivation von Schülern, die in Sachen Technologie auf den Geschmack gekommen sind – nicht wirklich messen, geschweige denn in Euro und Cent beziffern. Aber in den vergangen drei Jahren war das Rot der Zahlen halt noch etwas röter als sonst.

Immerhin, auf den Säulendiagrammen mit Veranstaltungszahlen, die Spitzbarth präsentierte, scheint die Abwärtstendenz beendet zu sein. was daran liegt, dass er das erste Quartal 2023 mitberücksichtigt hatte, und da zeichnet sich ein erster Aufwärtstrend ab: Der Umfang des Vortragsangebots nimmt allmählich wieder gewohnte Dimensionen an, die Zahl der Schülerangebote steigt – mit dem Catering wird es vermutlich ebenso sein.

13 aufstrebende Firmen sind derzeit im Haus

Also gute Nachrichten. Momentan beherbergt die Technologiefabrik 13 aufstrebende Unternehmen mit annähernd 45 Arbeitsplätzen; die Platzkapazitäten sind ausgelastet; im Dezember wurde die benachbarte Technologiefabrik eingeweiht. Die Zahl der Firmen, die seit Eröffnung des Hauses 2015 darin logiert haben, beträgt inzwischen 39; da sie immer wieder zusätzliche Räume benötigten und Mietverträge abschlossen, ist deren Zahl fast doppelt so hoch und beträgt 71.

Einige zog es in die große, weite Welt

Die Gemeinderäte waren von all dem angetan, hätten aber gerne gewusst, wie viele der Existenzgründungen aus bald acht Jahren den Durchbruch geschafft und sich etabliert haben. Schwer zu sagen: Die meisten, so Spitzbarth, gebe es noch, einige nicht mehr – sei es, weil sie gar keinen, sei es weil sie sehr viel Erfolg hatten und deshalb für auswärtige Käufer interessiert wurden oder ihr Glück in der großen weiten Welt versuchten.

Die Förderer wollen Arbeitsplätze vor Ort

Im Sinne der Albstädter Förderer ist das nicht; ihr Ziel sind Ansiedlungen und Arbeitsplätze vor Ort. Dieses Kalkül, so Spitzbarth, gehe grundsätzlich auf: Die meisten der Geförderten seien noch am Leben – und zwar größtenteils in Albstadt und Umgebung.

Was garantiert die Attraktivität des Standorts? Nichts Extraordinäres, versicherte Spitzbarth – Kindergärten und Schulen in Reichweite und natürlich Kunden und fähige Mitarbeiter vor Ort. Ist ja nicht viel verlangt – und dennoch nicht selbstverständlich.