Daniel Spitzbarth und Tanja Frese geben Unternehmen Starthilfe bei der Digitalisierung. Foto: Christoph Heise

Digitale Kompetenz fördern und die Innovationskraft der Region sichtbar machen, hat sich der Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen bis Ende des Jahres vorgenommen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Technologiewerkstatt Albstadt in Tailfingen.

Mit einem breiten Spektrum an Veranstaltungen und Seminaren gestalten die Macher des Digital Hubs ihr Programm: Der Fokus der zweiten Förderphase liegt auf Wissenstransfer. Die Angebote dafür reichen von Informationsveranstaltungen über Workshops und Netzwerke bis zu Zertifikatslehrgängen und der Initiierung von Forschungsprojekten.

Halbjährlich finden künftig „Digital Hub Days“ statt – erstmals vom 14. bis 18. Oktober in der Technologiewerkstatt Albstadt, wo Anwendungsfälle aus der Region präsentiert werden. In Paneldiskussionen diskutieren Vertreter aus Praxis und Forschung zu KI und IT-Sicherheit, und Demonstratoren machen vor Ort Digitalisierung konkret erfahrbar.

Im gemeinsamen Austausch voneinander lernen

„Idee der Digital Hub Days ist es, erfolgreiche Digitalisierungsprojekte regionaler Unternehmen vorzustellen und weitere für die Vorteile der Digitalisierung zu begeistern“, sagt Daniel Spitzbarth, Leiter der Technologiewerkstatt. „Praxisberichte kombinieren wir mit Forschungsergebnissen und dem Weiterbildungsangebot unserer regionalen Hochschulen.“ Durch den Digital Hub sollten sich Einsteiger, Anwender und Nachahmer austauschen und voneinander lernen, so Spitzbarth.

Es gehe darum, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu erklären. Wie das konkret funktioniert, zeigte ein Vortrag aus der vergangenen Woche, als sich rund 50 Teilnehmer auf Einladung des Digital Hub in der Technologiewerkstatt über „Social Media Marketing für Anfänger“ austauschten. Mit „Social Media Marketing für Fortgeschrittene“ geht es am 25. Juni in der Stadthalle Hechingen weiter.

Nah dran an aktuellen Themen

„Wir sind mit den Erfahrungen der ersten Förderperiode sehr nah dran an den Themen, die aktuell sind. Und das ist ja auch der Ansatz des Digital Hub: Wir wollen Digitalisierung in der Anwendung erlebbar machen“, sagt Silke Leibold, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis mbH.

Den Abschluss der Digital-Hub-Veranstaltungsreihe bildet am 21. November die KI-Safari auf dem Campus der IHK Reutlingen. Neben Vorträgen zur Künstlichen Intelligenz wird an Thementischen der Einsatz von KI in Unternehmen vorgestellt und diskutiert.

„Unternehmerinnen und Unternehmer sind eingeladen, unterschiedlichste Aspekte des Themas kennen zu lernen und zu diskutieren. Wir nennen es daher Safari – eine Entdeckungsreise, aus der jeder ganz unterschiedliche Eindrücke und Ideen mitnimmt“, erläutert Tanja Frese, Projektleiterin Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen.

Digital-Hub

Baden-Württemberg
zählt mit zehn regionalen Digital Hubs zu den Vorreitern der Digitalisierung der Wirtschaft. Die Digital Hubs bieten Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren inhaltliche Unterstützung und Infrastruktur, um Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Dafür stehen bis Ende 2025 landesweit rund zehn Millionen Euro zur Verfügung, wobei die Digital Hubs jeweils mindestens 50 Prozent an Kofinanzierung aufbringen müssen.

Im Februar 2024
hat der Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen den Förderbescheid über knapp 760 000 Euro erhalten. Partner sind die Städte Reutlingen und Albstadt, der Landkreis Zollernalb, die Hochschulen Albstadt-Sigmaringen und Reutlingen, sowie die IHK Reutlingen-Tübingen-Zollernalb. Die Digital Hubs sind Teil der Initiative „Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.