Die Technischen Dienste bekommen im kommenden Jahr ein Multifunktionsfahrzeug für den Friedhof. Wie sieht es mit dem Winterdienst in Steinen aus?
Jens Krüger, stellvertretender Leiter Technische Dienste bei der Gemeinde Steinen, hat in der Sitzung des Gemeinderats die geplanten Investitionen für seinen Bereich im Jahr 2026 vorgestellt.
Milder Winter spart Kosten
Für den Winterdienst sind 44 000 Euro eingeplant. Davon entfallen 12 000 Euro auf die Instandhaltung der Räumfahrzeuge, 10 000 Euro auf die Kehrmaschine zur Säuberung der Straßen und 20 000 Euro auf die Bereitstellung externer Dienstleister für den Winterdienst. Bleibt der Winter so mild wie bisher, werden externe Dienstleister indes kaum oder nicht notwendig sein.
Für den Einsatz von Kehrmaschinen im Gemeindegebiet und die Entsorgung des Straßenkehrichts stehen Mittel in Höhe von etwa 15 000 Euro im Haushalt, 2025 wurden bisher Mittel in Höhe von 9500 Euro für die Straßenreinigung verbraucht, am Ende werden laut Krüger circa 13 000 Euro erreicht werden.
Was kostet der Unterhalt?
Der Unterhalt von sämtlichen Verkehrszeichen und Markierungen kostet etwa 10 000 Euro, weitere 8000 Euro werden für die Schilder in der Tempo-30-Zone in Schlächtenhaus benötigt. Auch der Fuhrpark ist teuer. Die beiden geleasten Fahrzeuge kosten 20 000 Euro; 100 000 Euro werden für den Unterhalt der Fahrzeuge, für Gutachten, Reifen, Schmier-Betriebsstoffe, Pflege und Inspektionskosten oder TÜV aufgewendet. Das Leasing für das Reform-Fahrzeug (30 000 Euro) wurde angesichts der finanziell knappen Lage aus dem Haushalt 2026 gestrichen.
Angeschafft werden soll ein Multifunktionsfahrzeug für den Friedhof. „Wir benötigen ein Friedhofsfahrzeug, das unseren Ansprüchen mit Zuladung, Größe und Breite gerecht wird, damit man jeden Friedhof befahren kann. Wir müssen uns daran orientieren, was der Gebrauchtwagenmarkt hergibt“, sagt Krüger.
Ein Räumschild für 20 000 Euro als Ersatzbeschaffung für den Mehrscharschneepflug ist ebenfalls für 2026 im Haushalt eingeplant. „Das Räumschild wird erst im nächsten Winterdienst eingesetzt“, sagt Krüger.
Durch das neue Friedhofsfahrzeug hofft Krüger, Kosten für externe Dienstleister reduzieren zu können. Die geringe Breite des Fahrzeugs ermöglicht es den Mitarbeitern, auf jedem Friedhof durch die Tore zu kommen, um Aushub abzutransportieren.
Wendig und mobil
Das Fahrzeug ist wendig und kann zum Beispiel mit einem Schneeräumschild ausgestattet werden. Es ersetzt auch den Einsatz von privaten Fahrzeugen auf dem Friedhof.
Beim Mehrscharschneepflug ist alt, der Hydraulikzylinder durchgerostet und das Schild eingeknickt. Hydraulikschläuche und die 54 Jahre alten Begrenzungsleuchten müssten bei einer Reparatur erneuert werden.
Mitarbeiter der Technischen Dienste wollen auch brüchige Stellen an der Mauer des Friedhofs Steinen sanieren (10 000 Euro), die Mauerabdeckung (Betonabdeckplatten) aufbereiten (4500 Euro) und eine Oberflächenentwässerungsrinne in den Boden einbauen (6800 Euro). Durch starke Ausspülungen besteht bei einem Eingang des Friedhofs Stolpergefahr. Bei der Mauersanierung wird der Putz abgestemmt, Efeuwurzeln entfernt, die Mauer neu verputzt und der Sandstein freigelegt.
Kontaminierte Erde
Für die Entsorgung kontaminierter Erde stehen im Haushalt 2026 40 00 Euro zur Verfügung. Kontaminierte Erde gilt als Sondermüll und muss über spezialisierte Betriebe entsorgt werden. Die Gemeindeverwaltung muss gegenüber den Behörden Entsorgungsnachweise bringen.