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Technik Drei Coronavirus-Apps im Vergleich

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"Corona Check Screening" verspricht, schnell zu überprüfen, ob bei einem selbst aktuell ein begründeter Verdacht für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Foto: (nk)

Region - Demnächst soll die lange geplante, staatliche Corona-Warn-App an den Start gehen. Der Schwarzwälder Bote hat sich drei Corona-Apps angeschaut, die jetzt bereits verfügbar sind.

"Corona Check Screening" soll - wie der Name schon verrät - ein Selbst-Screening auf das Coronavirus ermöglichen. Die App verspricht, schnell zu überprüfen, ob bei einem selbst aktuell ein begründeter Verdacht für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Darüber hinaus gibt die Anwendung Verhaltenstipps, um sich vor einer Ansteckung zu schützen und zeigt "wichtige Neuigkeiten von den Gesundheitsbehörden" in einem Live-Ticker. Bei "Corona Check Screening" sollen laut Entwickler-Angaben personenbezogene Daten grundsätzlich nicht gespeichert werden. Auch Daten aus dem Handy-Speicher werden laut Beschreibung nicht ausgelesen. 

Ergebnis kann sofort abgerufen werden

Ihre Empfehlungen gibt die App laut eigenen Angaben auf Grundlage der derzeit in Deutschland geltenden Empfehlungen, Vorgehensweisen und Kontaktadressen zum Umgang mit dem Coronavirus, wie sie insbesondere vom Robert Koch-Institut (RKI) vertreten werden. Sie stelle "keinen Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Therapie dar", heißt es.

Ein "Screening" funktioniert dann so: Der Nutzer "kreuzt an", welche Symptome er hat. Dann wird angegeben, ob Kontakt zu einem Coronavirus-Patienten bestand. Weitere Details werden unter anderem zum eigenen Alter, dem Geschlecht und der absolvierten Schuljahre ausgefüllt. Im Anschluss an das Abschicken dieses Fragebogens kann sofort ein Ergebnis abgerufen werden. Die Software fasst die Angaben noch mal zusammen und kommt dann zu dem Schluss, ob der Verdacht auf eine Infektion begründet oder unbegründet ist. 

Nur wer Kontakt zu Infizierten hatte, bekommt eine Verdachts-Diagnose

Was auffällt: Selbst wenn alle möglichen Symptome angewählt werden, ein Kontakt zu einer positiv getesteten Person jedoch verneint wird, kommt die App zur Auswertung "kein begründeter Verdacht".

An der Entwicklung von "Corona Check Screening" waren mehrere Universitäten beteiligt - unter anderem die Uni Würzburg. Die Gratis-App hat im Google Playstore eine Bewertung von 3,8 Sternen und über 10.000 Downloads. Im App Store von Apple hat die Anwendung fünf Sterne und belegt Platz Nummer 176 in der App-Kategorie Medizin.

Mit App an Studie teilnehmen

Symptome angeben und einschätzen lassen können Handynutzer auch von der App "Covid-19 Symptom Tracker" des Uniklinikums Freiburg. Die Teilnehmer nehmen mit der Software an einer Studie teil und sollen helfen, das Coronavirus "besser zu verstehen". Nutzer sollen sich laut Programm-Beschreibung jeden Tag "wenige Minuten" Zeit nehmen, um Fragebögen zu beantworten. 

Die Daten der Anwendung werden laut Entwickler "anonym und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken erhoben".

Zu Beginn füllen Teilnehmer einen Basisfragebogen aus. Die Nutzer geben ein ungefähres Alter an, den Wohnsitz, die Postleitzahl des Wohnortes, die Körpergröße, das Körpergewicht, ob sie Raucher sind und vieles mehr. 

Einschätzung wird nicht direkt angezeigt

Nach diesem Basisfragebogen erfragt das Programm täglich die aktuellen Symptome. In einem "Status" soll dem Nutzer dann eine Einschätzung angezeigt werden, ob er infiziert ist und sich testen lassen sollte. Diese Prognose erfolgt beim App-Test des Schwarzwälder Boten dann aber nicht sofort. So steht im Status nach Ausfüllen des Basisfragebogens sowie eines ersten Symptom-Katalogs erst mal nur "Wir überarbeiten derzeit die Kennzahlen".

Der "Covid-19 Symptom Tracker" wurde im Google Playstore mit 3,5 Sternen bewertet und ebenfalls mehr als 10.000 Mal heruntergeladen. Im App Store von Apple hat das Programm als Bewertung vier Sterne.

Alles zur Corona-Datenspende-App des RKI lesen Sie hier

Nicht auf Symptome, sondern auf Kontakte blickt die App "Coronika". Sie schreibt sich auf die Fahnen, "gemeinsam das Coronavirus einzudämmen". In einem App-Tagebuch trägt der Smartphone-Nutzer ein, wen er getroffen hat und an welchen öffentlichen Orten er sich aufgehalten hat. Sie kann einen zudem regelmäßig ans Händewaschen erinnern und gibt Hygiene-Tipps. 

Keine Warnung bei Kontakt zu Infizierten

Laut Software-Beschreibung werden die gesammelten Informationen lokal gespeichert und weder getrackt noch weitergegeben. Dieser Vorteil ist gleichzeitig auch ein Nachteil der Anwendung: Sie interagiert nicht mit anderen App-Nutzern oder mit dem Gesundheitsamt. Sie dient lediglich der eigenen Gedächtnisstütze. Wer "Coronika" nutzt, bekommt deshalb auch keine Warnung, wenn sich herausstellt, dass eine Kontaktperson erkrankt ist.

Für ein einfaches Tagesbuchführen kann das Programm die Telefonkontakte importieren. Was aber beispielsweise nicht möglich ist: den eigenen Standort via GPS zu bestimmen. Die Orte werden jeweils vom Nutzer selbst angelegt. Das Tagebuch - also die Liste von Orten und Kontakten - kann vom Smartphone aus als PDF abgespeichert werden. 

Coronika hat im Google Play Store eine Bewertung von 2,9 Sternen und über 10.000 Downloads. Für iOS-Geräte ist die App nicht verfügbar. 

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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