Der 570. Katharinenmarkt in Seelbach zeigte erneut, warum das Traditionsfest für viele Einheimischen und Gäste ein fester Termin im Jahreslauf ist.
Gestartet wurde im Klostergarten, dort stellten rund 200 Mitwirkende, darunter viele Schüler des Geroldsecker Bildungszentrums, unter der Regie von Christopher Kern ein historisches Schauspiel zur Verleihung des Marktrechts vor rund 600 Jahren dar. Das Freilichtspiel bot einen lebendigen Einblick in die damaligen Ereignisse und bildete den offiziellen Auftakt des Festwochenendes. Eröffnet wurde das dreitägige Volksfest vom Seelbacher Musikverein, dirigiert von Carolin Schorpp.
In den Buden und Lauben war Samstagabend so einiges geboten
Bürgermeister Michael Moser begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte die diesjährige „Katharina“, die 17-jährige Seelbacherin Janina Eble, vor. Diese erzählte, dass sie als Seelbacherin jedes Jahr schon den Kätterlismärkt miterlebte und sogar als Schülerin bereits beim historischen Auftakt mitgespielt habe. Eine besondere Würdigung von Bürgermeister Moser erhielt Martin Riehle, welcher seit 20 Jahren den „Diebold von Geroldseck“ spielte und nun zum letzten Mal beim Schauspiel mitwirkte.
Mit dem Ende des historischen Teils verlagerte sich das Geschehen rasch in die Straßen, denn die zahlreichen Buden und Lauben öffneten ihre Türen und lockten mit Speisen, Getränken und Begegnungsmöglichkeiten. Im Bierkeller rockten die „Himmi Brothers“, während im Bürgerhaus bei der Feuerwehr „Sascha und Friends“ für gute Stimmung sorgen. Viel los war auch bei der Partynacht des Turnvereins, denn dort heizte DJ „Waschtl“ kräftig ein. DJ Mike sorgte in der „Eulenzunftbude“ für Feierlaune.
150 Stände boten vielfältige Produkte
Der Sonntag begann um zehn Uhr mit dem eigentlichen Markttreiben. Etwa 150 Marktstände boten ein vielfältiges Angebot von handwerklichen Produkten bis hin zu kulinarischen Spezialitäten. Zusätzlich sorgte der Vergnügungspark Hahn mit seinen Fahrgeschäften für viel Betrieb und Familienprogramm.
Am heutigen Montag öffnet der Markt ab 9 Uhr, die Marktstände haben bis um 18 Uhr geöffnet, die Buden und Lauben sowie Gasthäuser bleiben sogar bis in die Nachtstunden hinein geöffnet. Um 11 Uhr beginnt das „Ochsenschwanzsuppenessen“ in den Buden und Lauben. Ein Höhepunkt wird sicherlich der für heute angekündigte historische Umzug um 14 Uhr, der nach sechs Jahren Pause erstmals wieder stattfindet, und dem bereits mit großer Erwartung entgegengefiebert wird. Nach dem Umzug findet im Bürgerhaus das traditionelle „Katharinenmarktwurstessen“ statt.
Auch in diesem Jahr zeigte sich, wie sehr der Katharinenmarkt von seiner Mischung aus Tradition, Marktangebot und geselligem Miteinander lebt. Viele nutzten das Wochenende, um durch die Gassen zu flanieren, Freunde zu treffen oder einfach die besondere Atmosphäre des beliebten Seelbacher Kätterlismärkt zu genießen.
Polizei und Gemeinde ziehen ein positives Sicherheitsfazit
Zur Sicherheitslage zogen Gemeinde und Polizei am Sonntag in einer gemeinsamen Mitteilung ein positives Fazit: „Die Sicherheitslage war für eine Veranstaltung dieser Größenordnung und angesichts der hohen Besucherzahl ausgesprochen ruhig und problemlos. Insgesamt können wir eine sehr gute Bilanz ziehen. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Security und Gemeinde verlief reibungslos. Durch die kontinuierliche Präsenz vor Ort konnten viele Streitigkeiten bereits im Ansatz verhindert werden.“, so die Vertreter des Polizeireviers Lahr.
Während des Marktwochenendes war die Polizei mit einer Sonderwache im Feuerwehrgerätehaus Seelbach präsent. Zusätzlich waren bis zu 19 Sicherheitskräfte der Firma Klaus Keller im Einsatz, um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.