Die Steinach in Nagold-Schietingen färbte sich am Freitagvormittag weiß. Hintergrund war ein Defekt auf einem Horber Bauernhof. Foto: Virág

Tausende Liter Milch haben sich am Freitag nach einem Unfall auf einem Bauernhof in Horb in die Steinach ergossen. Eine Gefährdung für Mensch und Tier bestand wohl nicht.

Es war um 11.10 Uhr am Freitagvormittag als die Warn-App Nina Alarm schlug. Im Auftrag des Brand- und Katastrophenschutzes informierte das Landratsamt Calw über die Freisetzung von mehreren Tausend Litern Milch. Die Folge war, dass sich der Fluss Steinach im Bereich Schietingen deutlich weiß verfärbte. Das gefärbte Wasser suchte sich dann seinen Weg Richtung Nagold.

 

Wie Recherchen der Redaktion ergaben, hatte das Ereignis seinen Ursprung in einem landwirtschaftlichen Anwesen auf Horber Gemarkung. Nach Angaben des Landratsamtes Freudenstadt sei es dort am Vormittag zu einer Havarie einer Melkmaschine gekommen. Wie es zu dem Schaden kam, ist aktuell unklar.

Eine Gefährdung von Mensch und Tier habe durch die Milch nicht bestanden, heißt es aus den Landratsämtern Calw und Freudenstadt. Foto: Virág

Sowohl das Landratsamt in Freudenstadt als auch das Landratsamt in Calw gingen am Freitagnachmittag davon aus, dass es weder für Menschen noch für die Tiere in den Flüssen eine Gefährdung gab. „Aufgrund der Verdünnung im Gewässer gehen wir nicht von einer Gefährdung der Gewässerorganismen aus“, schrieb Mara Müssle, Pressesprecherin im Calwer Landratsamt, auf eine Anfrage der Redaktion. Die Tatsache, dass die Gewässer nach den Regenfällen der jüngsten Zeit viel Wasser führen, verstärke den Verdünnungseffekt noch.

Trotz der nicht vorhandenen Gefahr für Mensch und Tier, habe man den zuständigen Fischereiaufseher vom Regierungspräsidium Karlsruhe in den Fall einbezogen. Der sei noch am Freitag an den Gewässern Steinach, Waldach und Nagold unterwegs gewesen. Über Ergebnisse dieser Untersuchungen ist aktuell noch nichts bekannt.