Ist das "Augsburger Modell" eine Lösung für die Bisinger Taubenplage? (Symbolfoto) Foto: Kneffel

Bisingens Tauben sind zum Problem geworden: Ihre Population ist zu groß. Nun will die Gemeinde Gegenmaßnahmen ergreifen – und erhält den Vorschlag eines Balinger Vereins.

Bisingen - Die Gemeinde Bisingen will gegen die Taubenplage vorgehen. Aus diesem Anlass meldete sich Sylvia Bitsch vom Balinger Verein "Straßentaube und Stadtleben". Sie schlägt vor, das "Augsburger Modell" auch in Bisingen einzusetzen.

Das Augsburger Stadttaubenkonzept ist ein tierschutzgerechtes Konzept zur Regulierung und Reduzierung der Stadttauben zum Wohle von Mensch und Tier. Die Stadt Augsburg betreibt mehrere betreute Taubenschläge im Stadtgebiet, in denen die Tauben versorgt und ihre Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden.

Fünf Tonnen Taubenkot pro Jahr

Der Aufwand, den die Stadt Augsburg für die Tauben betreibt, scheint jedoch nicht gerade klein zu sein: Neben der Beratungsarbeit basiert das Konzept in erster Linie auf der Einrichtung betreuter Taubenschläge mit artgerechter Futterversorgung, sodass die Tiere dort die meiste Zeit des Tages verbringen, in denen die Gelege durch Eier-Attrappen ersetzt werden. Darüber hinaus werden die Taubentürme und Taubenschläge regelmäßig gesäubert und desinfiziert. Der in den Türmen und Schlägen gebundene Taubenkot entlastet das Stadtgebiet – pro Jahr werden fünf Tonnen Taubenkot entsorgt.

Die Idee, dass die Tauben in eigens für sie gebauten Verschlägen brüten, ist auch in der Gemeinderatssitzung kurz zur Sprache gekommen. Wie es hieß, sei diese Lösung jedoch mit hohen Kosten und hohem Aufwand verbunden.

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