Eine Auseinandersetzung von drei Männern in einem Cannabis-Geschäft endete blutig, ein 40-Jähriger musste ins Krankenhaus.
Die Erstmeldung, die am Mittwochvormittag bei der Polizei einging, sorgte für Besorgnis bei den Beamten. Es war von einer tätlichen Auseinandersetzung mit Messer die Rede.
Die Meldung zog einen Polizeieinsatz mit starken Kräften nach sich. Ein ganz normales Vorgehen, wie es Tatjana Deggelmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz beschreibt.
In den Sozialen Netzwerken war von einem Großeinsatz der Polizei die Rede, auch dies relativiert die Polizeisprecherin. Die Anzahl der Fahrzeuge bedeute nicht, dass es darum gehe, dass die Polizeibeamten Kriminellen gegenüberstünden. Sie richte sich eher nach der Arbeit, die die Polizei vor Ort erwarte. In diesem Fall Tatortsicherung und Absperrung sowie Spurensuche.
Tätliche Auseinandersetzung
Was am Morgen tatsächlich passiert war, teilten Staatsanwaltschaft Konstanz und Polizeipräsidium gemeinsam mit. Demnach sei es in einem Cannabis-Geschäft an der Schwarzwaldstraße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen drei Männern im Alter von 24, 33 und 40 Jahren gekommen.
Hierbei sei der 40-Jährige mit einem Messer verletzt worden. Er kam zur Versorgung in eine Klinik. Es bestehe keine Lebensgefahr, heißt es weiter. Die Kriminalpolizeidirektion Rottweil hat die Ermittlungen zum Tathergang, Motiv und Hintergrund aufgenommen. Auf die Frage, wie lange diese dauern könnten, sagte Deggelmann, es komme auf die Zusammenarbeit der Beteiligten an. Mit Ausnahme des Verletzten könnten diese befragt werden.
Tatort weiträumig gesperrt
Gegen 14.30 Uhr war der Tatort noch weiträumig abgesperrt. Vor Ort waren vier uniformierte Polizisten plus zwei Beamte der Spurensicherung in weißen Schutzanzügen. Ebenso anwesend waren die leitende Ermittlerin sowie der Einsatzwagen, der vor dem Laden stand. Dort war eine Schaufensterscheibe eingeschlagen.
In dem Ladenlokal war früher das Reisebüro Strecker untergebracht, das inzwischen nach Hüfingen gezogen ist.