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Die Deutsche Telekom hat ihren Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten. Verdi kritisierte das Paket als "Mogelpackung".

Bonn - Die Deutsche Telekom hat ihren Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten. Ein entsprechende Offerte wurde am Mittwochabend in der zweiten Verhandlungsrunde der Gewerkschaft Verdi vorgelegt. Zugleich soll der Kündigungsschutz für die Beschäftigten der Telekom und ihrer Servicegesellschaften um ein Jahr verlängert werden. Verdi kritisierte das Paket als "Mogelpackung".

Sollte die Inflationsrate in diesem Jahr über 1,5 Prozent liegen, will das Unternehmen die Möglichkeit für Nachverhandlungen geben. Das Angebot falle angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes aus dem Rahmen, erklärte Personalvorstand Thomas Sattelberger. "Schließlich bieten wir mehr Geld und mehr Sicherheit im Doppelpack."

Dem Angebot zufolge ist eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für Telekom-Mitarbeiter bis Ende 2010, für die Servicegesellschaften bis Ende 2013 vorgesehen. Die 5,5 Prozent Entgelterhöhung gliedert sich in einen Zuwachs von 3 Prozent rückwirkend ab 1. Januar 2009 und 2,5 Prozent

Mit dem Angebot stieß das Unternehmen auf scharfe Kritik bei den Arbeitnehmervertretern. "Das Angebot ist eine Zumutung. Damit sind wir meilenweit von einer schnellen und fairen Einigung entfernt", sagte Verhandlungsführer Lothar Schröder. Nach Verdi-Berechnungen bleiben den Beschäftigten bei den Telekom-Servicegesellschaften bei einer zweijährigen Laufzeit lediglich eine Anhebung von 1,1 Prozent übrig. "Das ist viel zu mager und entspricht nicht ansatzweise den Möglichkeiten des Konzerns", erklärte Schröder.

Verdi fordert 8,5 Prozent höhere Einkommen für zwölf Monate, mindestens aber 220 Euro monatlich, für die Tarifbeschäftigten und einen entsprechenden Ausgleich zur Besoldungsanpassung für die Beamten. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen ist für den 10. und 11. Februar 2009 angesetzt.

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