Klaus Peter, Willi Schmid, der Ex-Schürzenjäger Freddy Pfister, Rolf Schweizer und Stefan Groos sind zusammen aufgetreten. Foto: Schmid

Die Musiker aus Heiligenzimmern und Umgebung sind gemeinsam mit Freddy Pfister aufgetreten, dem ehemaligen Sänger der „Zillertaler Schürzenjäger“.

Seit einigen Jahren begleitet die Tanzband Rübezahl mit ihrem Bandleader Willi Schmid aus Heiligenzimmern herbstliche Busreisen in die Alpen. In diesem Jahr ging es ins österreichische Zillertal.

 

Dort unterhielten die Musiker von Rübezahl die 50 Reisenden abends mit Schlager- und Tanzmusik. Dabei warteten sie sie mit einem Überraschungsgast auf: Freddy Pfister, früher Leadsänger der bekannten, inzwischen aufgelösten „Zillertaler Schürzenjäger“.

Die österreichische Alpen-Rock-Band war in den 1990er-Jahren sehr erfolgreich und lockte bis zu 100 000 Fans zu ihren Open-Air -Konzerten. Durch Kontakte, die das Bandmitglied Rolf Schweizer aus Erlaheim zu dem berühmten Musiker hat, wurde die Idee eines Auftritts geboren.

Willi Schmid, Klaus Peter, Stefan Groos, Freddy Pfister und Rolf Schweizer Foto: privat

Die Reisenden waren perplex, als der Profi-Musiker, der mittlerweile eine eigenen Band hat, plötzlich auftauchte und mit Rübezahl die Lieder „Alles im Leben braucht seine Zeit“ und „Schürzenjägerzeit“ anstimmte. „Dabei ist das zweite Lied ewig gegangen, da Freddy geschickt das Publikum mit einbezog, mitsingen und mitklatschen ließ“, schwärmt Schmid. „Da merkt man seine jahrelange Bühnenerfahrung.“

Das klappte ohne zuvor gemeinsam geprobt zu haben. Die Rübezahl-Musiker waren hellauf begeistert, stürmischer Applaus der begeisterten Reisenden war ihr Lohn.

Willi Schmid steht seit 57 Jahren auf der Bühne

Solche Highlights geben dem 72-jährigen Bandgründer Willi Schmid, der seit 57 Jahren in Bands spielt, immer wieder Auftrieb. Mit 15 Jahren hatte er seien ersten Auftritt, seitdem hat er rund 1300 Mal mit verschiedenen Bands auf der Bühne gestanden. Erinnerungen an Auftritte in New Jersey in den USA zum „Millennium Silvester“ oder als Vorgruppe von „Truck Stop“ lassen sein Musikerherz höher schlagen.

Dabei waren die Bandmitglieder oft auch seine Freunde. Voll Wehmut denkt Schmid an Peter Hoferer, der vor zwei Jahren starb. Dieser hinterließ eine große Lücke. Umso mehr war Schmid froh, als Rübezahl mit dem Erlaheimer Rolf Schweizer einen versierten neuen Mann finden konnten.

Seit den Anfängen habe sich viel verändert, blickt Schmid zurück. Zum einen sei die Zahl der Auftritte von bis zu 40 im Jahr auf etwa fünf zurückgegangen.

Live-Bands sind bei Festen nicht mehr in

„In den 1980er- und 90er-Jahren haben wir viele Tanzveranstaltungen gespielt, wie Maitanz, Fasnetsveranstaltungen oder Sommerfeste und Hochzeiten“, blickt er zurück. „Da war die Tanzbühne voll, die Fans tanzten bis zum Abwinken. Band und Tanzende motivierten sich gegenseitig, bis dann das Abschlusslied erklang: ,Bye, bye bis morgen’“.

Auftritte zu Tanzfesten gebe es heute nicht mehr, Live-Bands seien nicht mehr in. Jetzt sind es eher private Veranstaltungen, bei denen sie mit ihrer Musik zur Geselligkeit und Unterhaltung beitragen. Doch es macht Schmid und den anderen Musikern immer noch Spaß, live Akkorde zum Klingen zu bringen, in die Saiten zu greifen, aus vollem Herzen zu singen oder mit dem Schlagzeug Akzente zu setzen.