Bereits zum 44. Mal gab es Tanz beim Franz im Franziskus-Gemeindehaus in Schwenningen.
Und zur Jubiläumsfasnet kamen nicht nur viele Besucher, sondern auch jede Menge Gratulanten, um ihre Programmbeiträge zu leisten.
Gleich zu Beginn marschierte der Fanfarenzug ein und sorgte für eine lautstarke Programmeröffnung. Nicht weniger fulminant die Folgegruppe: die Stadtmusik, die in großer Formation mit zahlreichen neuen Melodien die Stimmung weiter einheizte.
Die Panzerknacker (Christian und Lucia Feuerstein) waren im Städle als Einbrecher auf Tour und waren dann auch noch in den Kirchengebäuden in Schwenningen erfolgreich. Ganz im Stile Robin Hoods verteilten sie ihre Beute unter den Gästen, wobei sich herausstellte, dass in den Lagerräumen der Kirche doch noch einiges Altes herumliegt, wie Jubiläumsbücher oder Schutzmasken.
Die Trommlerwieber gaben lautstark ihren erstmaligen Einstand in dem Kirchensaal und die Schorlesänger wie auch „Mein lieber Schwan“ hatten ihre humorvollen Liedbeiträge zur Schwenninger und Villinger Fasnet im Gepäck.
Die drei Scheinheiligen
Ein erwarteter Höhepunkt waren auch dieses Jahr die drei Scheinheiligen aus Tuningen. Dabei machten sie auf die verschiedensten Ereignisse eingeschlossener Kirchenbesucher aufmerksam, letztlich mit der Lösung „in Schwenningen sind alle Schlösser beschissen, drum wird jetzt alles abgerissen“.
Aber auch Oberbürgermeister Jürgen Roth bekam seinen Spruch anlässlich der Investitur des Pfarrers bezüglich seiner legeren Anzugsordnung mit: „Sei Outfit war ja net so toll, doch Hauptsach die Kiste mit de G’schenkle war voll“.
Peter Hellstern als Vorsitzender der Hagelabwehr müsse sich Gedanken des möglichen Ministerpräsidenten machen und könne ja mit seinem Vorsitz nicht zu Gunsten von Manuel Hagel abstimmen.
Suche nach einem Partner
Der Bauarbeitertrupp der Schwenninger Kirchen ist bereits seit Jahren beschäftigt, aber auch die Suche nach einem möglichen künftigen Partner innerhalb der Diözese wird nicht einfach.
„Da entwickeln wir die Schätzle-App, wie man die bestmöglichen Pfarreien finden kann“, hieß es. Wenn es ungeschickt läuft, dann komme ja Trossingen hinzu, dann hat Pfarrer Thomas Schmollinger plötzlich wieder seine alte Gemeinde zu verwalten.
Mit dem Auftritt der beiden Bajass wurde das Programm abgerundet, im Anschluss hatte man ausreichend die Möglichkeit zum Motto „Tanz beim Franz“ noch das Tanzbein zu schwingen. Für Pfarrer Thomas Schmollinger war es die erste Fasnetsveranstaltung an seiner neuen Wirkungsstätte und er dankte allen Organisatoren für die unermüdliche Arbeit der vergangenen 44 Jahre.