Anfang des Sommers ging an den Shell-Tankstellen in Stammheim und Calw nichts mehr. Beide waren plötzlich geschlossen. Recherchen unserer Redaktion brachten den Grund dafür ans Licht. Nun wurde eine der beiden Tankstellen wieder geöffnet. Und die andere? Wir haben nachgehakt.
Als die Zapfsäulen der beiden Shell-Tankstellen in Stammheim und Calw vor rund vier Monaten überraschend abgestellt wurden, war das öffentliche Interesse gewaltig. Etliche Menschen fragten sich, was hinter der Schließung stecken könnte. Und natürlich, wann womöglich wieder geöffnet wird. Ganz ähnlich sah es bei einer Shell-Tankstelle in Freudenstadt aus.
Ende Juli bestätigten Recherchen unserer Redaktion dann, was sich gerüchteweise bereits herumgesprochen hatte: Der Betreiber aller drei Stationen hatte bereits im Juni einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit Beschluss vom 21. Juni bestellte das Amtsgericht Tübingen einen Insolvenzverwalter.
Letzterer wiederum erklärte gegenüber unserer Redaktion, im Rohstoff-Gewerbe könne es schnell zu Überschuldung und damit verbundener Zahlungsunfähigkeit komme, da es hier um immense Summen gehe. Gerade in einer Zeit, in der der Verbraucher jeden Euro zwei Mal umdrehe.
Das Mineralölunternehmen Shell bekundete bereits im Juli die feste Absicht, den Betrieb der Tankstellen möglichst schnell wiederaufnehmen zu wollen.
Seit dieser Woche wieder offen
Anfang September schrieb eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage, man arbeite an diesem Vorhaben „mit Hochdruck“. Und: „Aktuell sind wir noch auf Personalsuche.“
In einem Fall ist das nun offenbar geglückt. Seit dieser Woche gibt es zumindest bei der Shell an der B 295 nahe Heumaden wieder Sprit und Co.; in Stammheim allerdings noch nicht.
Angebot der Stationen soll gleich bleiben
Auf erneute Anfrage erläutert die Sprecherin dazu: „Nach intensiver Personalsuche steht die Mannschaft zumindest für eine Tankstelle, die daher jetzt wieder geöffnet ist.“
Was die zweite Tankstelle betreffe, „sind wir zuversichtlich, bis Anfang November die Mannschaft komplett zu haben“, so die Sprecherin. Baulich sowie am Angebot der Stationen werde sich nichts ändern.
Schneller glückte die Wiedereröffnung übrigens in Freudenstadt. Dort wurde der Betrieb bereits Mitte September wieder aufgenommen.