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Tanja Gönner Der neue TV-Star der Regierung

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Tanja Gönner in der ARD-Sendung "Hart aber Fair" Foto: Screenshot

Stuttgart - Tanja Gönner ist nicht nur eine der engsten Vertrauten von Ministerpräsident Stefan Mappus, nun macht die Umwelt- und Verkehrsministerin für ihren Chef in Sachen Stuttgart 21 auch fleißig Medienarbeit. Am Montag dieser Woche flog Gönner flugs nach Hamburg, um in der ARD-Talkshow "Beckmann" die Linie des Landes zu erklären. Am Mittwochabend jettete sie nach Berlin, um sich bei "Hart aber fair" den Fragen von Moderator Frank Plasberg zu stellen.

Ein Schelm, der denkt, der Ministerpräsident habe seine Lieblingsministerin vorgeschickt, um sich selbst etwas aus dem Rampen- und damit aus dem Scheinwerferlicht zu nehmen. Immerhin fragen die großen Fernsehsender regelmäßig in der Regierungszentrale an, ob Mappus bei Anne Will, Maybrit Illner oder anderswo in der Polittalk-Szene Platz nimmt. Mappus hatte das bisher stets abgelehnt. Zuletzt freilich änderte sich das Bild. Nach der Eskalation bei dem Polizeieinsatz gegen die Stuttgart-21-Demonstranten war Mappus regelmäßig in den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF zu sehen - freilich stets nur für wenige Minuten.

"Wir hatten da ausgesprochen angenehme Gespräche"

Die längeren Talk-Runden überlässt er da lieber seiner Umweltministerin. Und Gönner fühlt sich in dieser Rolle nicht nur wohl, die 41-Jährige macht ihren Job offenbar auch gut. "Das kann sie", heißt es am Donnerstag aus der CDU. Gönner selbst betonte, sie habe sich in beiden Sendungen wohlgefühlt. "Man hatte die Chance, die Argumente darzustellen", so Gönner. Und genau darum müsse es jetzt gehen. "Das war nicht dieses Durcheinanderbrüllen, wo die Leute in Talkshows gegenseitig über sich herfallen."

Ohnehin wird manche Meinungsverschiedenheit nach dem Abschalten der Kameras relativiert. Sowohl bei Beckmann als auch Plasberg baten die Gastgeber die Diskutanten danach zum Umtrunk. "Wir hatten da ausgesprochen angenehme Gespräche", so Gönner. Weitere Auftritte dürfte es vorerst aber nicht mehr geben. Sie habe Anfragen von "Stern TV" (RTL) und "Peter Hahne" (ZDF) abgelehnt, sagte Gönner. Der Hintergrund dürfte einfach sein: Allzu viele öffentliche Positionierungen dürften nicht nach dem Geschmack von Vermittler Geißler sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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