Talstraße 2 in Wildberg – hier soll ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Foto: Stadler

Das in der Wildberger Unterstadt auf 1695 Quadratmetern Fläche geplante Investorenprojekt nimmt die nächste Hürde der Realisierung. Für die Bebauung des Grundstücks Talstraße 2 mit einem neuen Wohn- und Geschäftshaus können sich potenzielle Investoren bis Ende September bewerben.

Wildberg - Bis zum Jahresende soll unter den eingegangenen Bewerbungen eine Auswahl getroffen werden. Von einem Baubeginn frühestens Anfang 2024 ausgehend, wird mit einer Bauzeit von 15 bis 18 Monaten bis zur Bezugsfertigkeit gerechnet.

Oliver Matzek, Bereichsleiter Städtebauliche Beratung bei der Wüstenrot Haus- und Städtebau in Ludwigsburg, stellte dem Gemeinderat Wildberg in seiner jüngsten Sitzung vor der Sommerpause den aktuellen Stand des Investorenprojektes vor. Mit dem Neubau auf dem 1,7 Hektar großen Gelände des ehemaligen HL-Marktes, der vergangenes Jahr abgebrochen wurde, soll der Bereich der Unterstadt dem sich ändernden Bedarf angepasst und funktional sowie städtebaulich weiterentwickelt und verbessert werden. Ein städtebauliches Gesamtkonzept wurde bereits im Februar durch den Gemeinderat gebilligt. Das Verfahren wird durch eine von der Stadt eingerichteten Gestaltungsbeirat begleitet.

Öltank zu entsorgen und eine Trafostation zu verlegen

"Inzwischen", so Matzek, "steht das Grundstück bereit und die Rahmenbedingungen stehen fest. Bevor ein Investor das bis dahin vollständig geräumte Grundstück übernehmen kann, ist noch ein Öltank zu entsorgen und eine Trafostation zu verlegen." Laut Matzek wird in den nächsten Tagen das geologische Gutachten erwartet als Voraussetzung für die ortsübliche Bekanntmachung der Auslobung des Investorenprojektes.

In der Ratssitzung wurde als Abgabefrist für Bewerbungen von potenziellen Investoren mit einem Mindestgebot von 326 Euro je Quadratmeter für das voll erschlossene Grundstück Talstraße 2 der Zeitraum zwischen dem 8. August und dem 30. September genannt. Dieser Betrag setzt sich aus dem laut Verkehrswertgutachten ermittelten Grundstückspreis und dem Projektentwicklungshonorar der Wüstenrot Haus- und Städtebau zusammen.

Entscheidung noch im Laufe des Jahres

Matzek erklärte, dass die Investoren dabei das städtebauliche Konzept bestätigen und Referenzen vorlegen müssen, denen dann eine Bonitätsprüfung folgt. Auch sind die städtebaulichen Dimensionen im Hinblick auf die Kubatur zu beachten. Nach einer Vorstellung der Investoren soll der Gemeinderat noch im Laufe dieses Jahres entscheiden, welcher Investor den Zuschlag erhält.

Bürgermeister Ulrich Bünger blickte hoffnungsfroh und zuversichtlich auf die nunmehr, nach zweijähriger Vorarbeit trotz schwieriger Zeiten, anstehende Realisierung dieses schönen und für die Stadt Wildberg guten Projektes in der Unterstadt. Ratsmitglied Gerhard Ostertag (CDU) begrüßte es, dass das Projekt nun auf den Weg gebracht werde. Er hätte sich jedoch in der Vergangenheit eine stärkere Beteiligung des Gestaltungsbeirats gewünscht.

Gestaltungsbeirat bei der Investorenauswahl involviert

Bürgermeister Bünger erklärte, dass der Gestaltungsbeirat bei der Investorenauswahl involviert sei, aber auch alle interessierten Ratsmitglieder bei der Bewerbervorstellung dabei sein könnten, eventuell im Rahmen einer Sondersitzung des Gremiums. Daneben begrüßten die Ratsmitglieder Erhard Schulz (Freie Wähler) und Regina Schröder (Grüne) das wichtige und schöne Projekt für Wildberg. Bis zum Baubeginn, so Bürgermeister Bünger, werden auch die Straßenbauarbeiten im dortigen Bereich fertig sein, da ein vorheriger Baustart gar nicht möglich sei. Der Gemeinderat stimmte der vorgestellten Vorgehensweise der Vermarktung auch hinsichtlich des Mindestkaufpreises einstimmig zu.