Musikakademie der „Talentwerkstatt 43“ sorgt mit einer Musicalgala für ein volles Haus im Rottweiler Festsaal und einen grandiosen Musikgenuss.
Eine imposante und bunte Reise durch die Welt der Musicals erlebte das Publikum am Samstagabend bei der Musicalgala der Musikakademie im restlos ausverkauften Festsaal.
Um es gleich vorwegzunehmen: Das, was die gut 70 Akteure aller Altersgruppen unter Leitung von Birgit Wagner-Ruh, Janina Ruh, Jochen Hermann und Axel Zimmermann hier auf die Bühne brachten und bringen, lässt einmal mehr staunen. Es passt einfach alles, neben hervorragend geschulten Stimmen, sind es die beeindruckenden Chorszenen, Choreographien und prächtigen Kostüme, die ein grandiose Gesamterlebnis schaffen. Im ehrenamtlichen Bereich dürfte das wohl einmalig sein. Kurzum: Die Gala ist Musicalgenuss pur und auf höchstem Niveau. Und das zum Teil in englischer Sprache.
Stimmgewaltig und farbenprächtig startete der Abend mit dem „König der Löwen“ und nahm das Publikum mit nach Afrika. „The Circle of Life“, „Ich will jetzt gleich König sein“, „Kann es wirklich Liebe sein“ und natürlich „Hakuna Matata“ – besser könnte der Start in einen musikalischen Abend nicht sein.
Podium für Talente aus der Region
Vor mehr als 20 Jahren wurde der Verein „Talentwerkstatt43“ gegründet, um Talenten aus der Region ein Podium in Form von Musiktheater auf großer Bühne mit Orchester zu bieten. Regelmäßig gibt es seither große Produktionen, beispielsweise die „Zauberflöte“, „Hänsel & Gretel“, die Musicals „Oliver!“, oder „Alice im Wunderland“.
Die Musicalgala sei gedacht gewesen, um auf die große Produktion „Die zertanzten Schuhe“ einzustimmen, die für das nächste Jahr geplant ist. „Doch aus dem kleinen Intermezzo wurde kurzerhand ein „kleines Großprojekt“, wie Birgit Wagner-Ruh zur Begrüßung sagte.
25 Solo-Rollen
Statt der, wie üblich, fünf größeren Rollen, bekamen die Besucher 25 Solo-Rollen zu hören, und normalerweise gibt es bis zu drei große Chorszenen in den Musicals, bei der Gala sind es 13. „Auch die Menge an Kostümen, und Mikrofonen übersteigt alle bisherigen Formate“, so Wagner-Ruh weiter.
Gefühlvoll ging es mit den Szenen aus dem „Geheimen Garten weiter“, einer der ersten Produktionen, die die „Talentwerkstatt43“ auf die Bühne gebracht hat. Dann folgte „Les Miserables“ nach einem Roman von Victor Hugo, das im 19. Jahrhundert spielt. Es ist eine dramatische Geschichte von Liebe, Tod, Ungerechtigkeit und Barmherzigkeit und gipfelt in der Julirevolution 1830 – hervorragend und mit viel Emotionen umgesetzt.
Von „Les Miserables“ bis „Frozen“
Nach der Pause ging es weiter mit dem Musical „Frozen“, der Geschichte der beiden ungleichen Geschwister Anna und Elsa. Neben dem großen Eröffnungschor waren es auch hier die Soli, die begeisterten. Mit Szenen aus Mary Poppins, dem Kindermädchen mit den magischen Fähigkeiten, endete der gut zweieinhalbstündige und überaus kurzweilige Musicalabend. Doch ohne eine Zugabe durften die Akteure die Bühne nicht verlassen.
Weitere Aufführungstermine sind am 25. Januar um 14 und 18 Uhr, sowie am 26. Januar um 14 Uhr und dank einer Zusatzvorstellung auch um 18 Uhr. Karten gibt es unter www.reservix.de und in der Buchhandlung Klein.