Bennet Strobel trägt einen großen Namen. Er ist der älteste Sohn von Wolfgang Strobel und Neffe von HBW-Legende Martin Strobel. Bei der JSG Balingen-Weilstetten ist er Führungsspieler. Jetzt macht der 17-Jährige seine ersten Schritte bei der zweiten Mannschaft des HBW.
Der Handball ist der Fixpunkt in der noch jungen Karriere von Bennet Strobel. In der Vorbereitung auf die neue Saison pendelt der talentierte Kreisläufer zwischen Trainingseinheiten bei der zweiten Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten, die von Micha Thiemann trainiert wird, und der JSG Balingen-Weilstetten.
Bennet Strobel ist 17 Jahre alt und ist in der A-Jugend bereits absoluter Führungsspieler. Bei den Jung-Galiern betritt der Sohn von Wolfgang Strobel Neuland. „Das ist jetzt für mich alles neu, auch mit Leuten zu trainieren, die deutlich älter sind als ich oder deutlich mehr Erfahrung haben. Ich muss sagen, dass die Mannschaft mich super aufgenommen hat. Wir verstehen uns alle gut und das ist auch wichtig für einen guten Start“, erzählt Strobel.
Im Training dagegenhalten
Die Spielweise von der A-Jugend-Bundesliga zur Dritten Liga sei nochmal ein großer Sprung. „Vor allem auch körperlich“, betont Strobel, der früher viel im Rückraum gespielt hat und mittlerweile als Kreisläufer – wie sein Vater – seine Position gefunden hat. Neben dem Handball zählt für Bennet Strobel die Schule. 2025 will er sein Abitur machen.
Die Goldmedaille in Maribor
Als Jugendnationalspieler hat sich Bennet Strobel bereits seine Meriten verdient. Mit der U17-Handball-Nationalmannschaft hat er jüngst beim European Youth Olympic Festival in Maribor (Slowenien) die Goldmedaille gewonnen. „Das war natürlich emotional überragend. Das war so ein Gefühl, dass uns niemand stoppen konnte“, erinnert sich Strobel.
Kurzfristig fungierte der 17-Jährige auch als Fahnenträger. Das habe er erst wenige Minuten zuvor erfahren. „Das Team Deutschland anzuführen, das war ein unbeschreibliches Gefühl, das ich auch nie vergessen werde.“ Nach dem Sommer geht es für Bennet Strobel nun in der U18 weiter.
Auf dem Weg zum Profi
Einzigartig ist beim HBW Balingen-Weilstetten die Jugendförderung. Viele junge Spieler haben in den vergangenen Jahren ihren Weg gemacht und katapultierten sich in den Kader des Handball-Bundesligisten. Deshalb hat sich Bennet Strobel auch für diesen Weg entschieden. „Acht oder neun Spieler aus der eigenen Jugend stehen im Kader der ersten Mannschaft. Das gibt es in Deutschland oder im Profihandball sonst nirgends.“
Bennet Strobel fühlt sich durch seinen „großen Namen“ eher beflügelt als gehandicapt. „Mit meinem Papa und meiner Mama und meinem Onkel habe ich natürlich die geballte Handballkompetenz. Bei uns wird aber auch mal über was anderes geredet, als über Handball.“ Bennet Strobels Stärken sind sein Spielverständnis, seine Variabilität aber auch die Torabschlüsse. „Ich bin auch so ein bisschen ein Anker in der Abwehr, das ist es, was mich auch auszeichnet“, so Strobel. Körperlich sei das aus der A-Jugend zum Männerhandball natürlich ein Riesensprung. Noch fehle etwas die Spielerfahrung: „Umso mehr Spiele du machst, umso mehr Einsätze du hast, umso abgezockter wirst du. Ich glaube, dass ich da mit Trainer Micha Thiemann und der Mannschaft Leute habe, die mich da gut hinführen können, deswegen bin ich da auch zuversichtlich, dass das auch gut funktioniert“.
An der Seite von Martin
Im Januar 2023 beim emotionalen Abschiedsspiel seines Onkels Martin Strobel stand Bennet auch auf der Platte. „Auf dem Feld zu stehen mit meinen größten Vorbildern, das war einfach unbeschreiblich, eine Erfahrung, die ganz wenige nur machen können. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das so genießen und miterleben konnte.“