Tauschten sich aus (von links): Tabea Cramme, Christina Westphal mit einigen der Kinder, die sie betreut, Carmen Bodio, Karin Gerlach, Michaela Kammel von den "Wildberger Schäfle" und Martina Haag. Foto: Geisel

Die Tagesmütter im Wildberger Stadtgebiet sind gut vernetzt. Sie treffen sich einmal jährlich mit Vertretern von Verwaltung und Fachdienst Kindertagespflege beim Landkreis. Auch jetzt konnte dieser Austausch wieder stattfinden – aufgrund der Pandemie allerdings in verkürzter Form und engerem Kreis.

Wildberg - "Als ausgezeichnete kinder- und familienfreundliche Kommune legt die Stadt Wildberg besonderen Wert auf ein breites Spektrum an Betreuungsmöglichkeiten", erklärten Tabea Cramme und Carmen Bodio von der Abteilung Bildung und Betreuung bei der Stadt Wildberg. Seit 2013 erhält die Schäferlaufstadt über das Landkreisfinanzierungsmodell eine Förderung für Tagesmütter, dazu kommt eine Förderung über die Kommune selbst. Denn: "Tagesmütter sind ein wichtiger Pfeiler in der Kleinkindbetreuung, um den hohen Bedarf abzudecken", so Bodio und Cramme weiter.

Rückmeldungen willkommen

"Wir brauchen Sie wirklich", richtete Carmen Bodio das Wort an die versammelten Tagesmütter in der Schlossanlage. Es kämen so viele Anfragen bei der Verwaltung an, "wir können das ohne Sie einfach nicht stemmen. Sie sind eine ganz wichtige Stütze." Darum sei es auch wichtig, dass die Tagesmütter bei der Stadt rückmelden, wenn sie Unterstützung brauchen oder Verbesserungsbedarf sehen. "Was wir für Sie tun können, möchten wir machen", bekräftige Tabea Cramme. Aktuell bedeutet das beispielsweise Informationsaustausch und Hilfe beim Thema Testpflicht im Bereich Kinderbetreuung.

Austausch, Vernetzung, Kontaktaufbau

Bei dem Tagesmütter-Treffen geht es um Austausch, Vernetzung, Kontaktaufbau. Wie wichtig das ist, merkt man sofort: Die Gespräche entstehen ganz von alleine, die Tagesmütter haben viele Themen zu besprechen. Auch das erste persönliche Kennenlernen von Carmen Bodio, die sich hauptsächlich um das Thema Tagesmütter kümmert, sich wegen der Pandemie aber noch nicht von Angesicht zu Angesicht vorstellen konnte, war für die Frauen ein echter Gewinn des Treffens.

Ebenfalls schnell klar wird: Vertrauen ist eine wichtige Basis. Denn oft kommen Anfragen bei den Tagesmüttern an, die sie selbst nicht bedienen können. Trotzdem möchten sie den Eltern helfen und wenn möglich andere Tagesmütter empfehlen. Dabei fühlen sich die Frauen aber nur wohl, wenn sie diese auch kennen. Die jährlich stattfindenden Treffen schaffen hierfür eine wichtige Basis. Auch Tabea Cramme und Carmen Bodio legen Wert darauf, bei den Tagesmüttern als Vertrauenspersonen zu gelten, an die man sich wenden kann.

Gute Vernetzung

Martina Haag vom Fachdienst Kindertagespflege im Landkreis Calw freute sich ebenfalls über eine Einladung zu dem Tagesmüttertreffen. Sie lobte die gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Tagesmüttern, Kommune und Fachdienst und würde sich wünschen, dass "mehr Kommunen so gut Kontakt halten". Das zeige eine große Wertschätzung für die Arbeit der Tagesmütter. "Eine tolle Sache", bestätigte Karin Gerlach stellvertretend für alle Tagesmütter.

Aktuell gibt es in Wildberg drei Tagesmütter in der Kindertagespflege, die unter dem Namen "Wildberger Schäfle" organisiert sind. Dazu kommen fünf Tagesmütter, die Kinder in eigenen Räumen betreuen: Karin Gerlach, Cornelia Volz, Angela Van der Helm, Christina Westphal und Ariane Behrens. Eine sechste Tagesmutter, Jacqueline Kienzle, geht bald in den Mutterschutz, steht anschließend aber wieder zur Verfügung. Anfang 2022 wollen sich Tagesmütter, Verwaltung und Fachdienst via Zoom treffen.