Der Tageselternverein Landkreis Freudenstadt lud Vertreter von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU ein.
Zum Auftakt des Landtagswahlkampfs in Baden-Württemberg lud der Tageselternverein (TEV) Landkreis Freudenstadt Vertreter demokratischer Parteien zu einem Austausch über frühkindliche Bildung und Kindertagespflege ein. Der Einladung folgten Bettina Ahrens-Diez (SPD), Daniel Belling (Bündnis 90/Die Grünen) und Veit Grünberg (FDP). Für die CDU nahm die Horber Gemeinderätin Julia Fischer teil. Das berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder optimal gefördert und Familien bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser unterstützt werden können.
30-jähriges Bestehen
Der TEV feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. 2025 betreuten 71 Kindertagespflegepersonen rund 600 Kinder, davon 275 unter drei Jahren. Die Kindertagespflege sei damit ein zentraler Bestandteil der Betreuungslandschaft im Landkreis Freudenstadt – besonders dort, wo Kitas an Kapazitätsgrenzen stoßen, heißt es weiter.
Einig waren sich die Teilnehmer, dass frühkindliche Bildung entscheidend für Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt sei. Sprachförderung, soziale Entwicklung und individuelle Begleitung in den ersten Lebensjahren seien dabei Schlüsselthemen.
Herausforderungen für Tagespflegepersonen
Zugleich seien die Herausforderungen für Tagespflegepersonen deutlich geworden: schwankende Belegung, fehlende Absicherung bei Ausfällen und steigende Kosten gefährden die wirtschaftliche Basis vieler Fachkräfte, heißt es in der Mitteilung. Ohne verlässliche Strukturen drohe ein Rückgang der Betreuungsplätze.
Der TEV appellierte an Politik und Kommunen, die Kindertagespflege finanziell zu stärken, Bürokratie abzubauen und langfristige Perspektiven zu schaffen. Frühkindliche Bildung beginne nicht erst in der Schule – und eine stabile Kindertagespflege sei dafür unverzichtbar.
Weitere Informationen gibt es unter www.tev-fds.de.