Uwe Traub führte eine Gruppe Interessierter durch Effringen. Foto: Geisel

Jazz-Matinee mit Weißwurst-Frühstück, Herbstfest des Schwarzwaldvereins, Kirchen- und Museumsführungen – in Wildberg wurde zum Tag des offenen Denkmals einiges auf die Beine gestellt.

Wildberg - Beschwingter Jazz erklang über die historischen Mauern der Klosteranlage hinweg. Noch war der Himmel etwas bewölkt, doch langsam versammelten sich die Besucher zum Auftakt des Tags des offenen Denkmals rings um den Klosterbrunnen. Bis zum Herbstfest am Mittag sollten sich die Reihen noch gut füllen.

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals war in der Schäferlaufstadt wieder einiges geboten. Zum einen ab dem späten Vormittag das musikalische und kulinarische Programm in der Klosteranlage, das zum gemütlichen Beisammensein einlud. Zum anderen verschiedene Führungen im ganzen Stadtgebiet, die diesmal alle mehr oder weniger die Kirchen in den Fokus nahmen.

Jazz lockt Besucher in die Klosteranlage

Den Anfang machte die Jazz-Matinee von Stadt und Schwarzwaldverein samt Weißwurstfrühstück. Die Hardt Stompers lockten mit jazzigen Klängen immer mehr Menschen in die Klosteranlage. Die erfahrenen Musiker verbreiteten mit ihrem klassischen Jazz gute Laune und sorgten für heitere Stimmung. Die Gruppe verstand es, das Publikum mitzureißen.

Schwarzwaldverein bewirtet Gäste

Nahtlos ging das Programm am Mittag in das Herbstfest des Schwarzwaldvereins über. Die Band Fifty Two spielte unterhaltsame und fröhliche Musik verschiedener Genres, die teils zum Mitsingen, teils zum Mit-den-Füßen-wippen einlud. Angeregte Gespräche hoben an, während immer mehr Besucher den Weg in das historische Ambiente fanden, der langsam hinter den Wolken vorkommenden Sonne folgend. Die knapp 20 Helfer des Wildberger Schwarzwaldvereins servierten Kaffee, Kuchen und Herzhaftes vom Grill, so dass einem gemütlichen Sonntag nichts im Wege stand. Die zwischenzeitlich zahlreichen Gäste genossen die gute und entspannte Stimmung sichtlich.

Wissenswertes über Trachten und Gotteshäuser

Parallel dazu war für historisch Interessierte eine breite Auswahl an Führungen geboten, die allesamt gut besucht waren. Hansjörg Hummel erzählte in der Wildberger Stadtkirche von Kulturspuren in dem imposanten Gotteshaus. Uwe Traub begann seinen Ortsrundgang durch Effringen an der Marienkirche, wo er die Teilnehmer mit Zahlen und Fakten zum Stadtteil faszinierte und zum Schmunzeln brachte. Herbert Bantle sprach im Museum – wo passenderweise noch die Sonderausstellung Trachten zu bestaunen ist – über Kulturspuren in der Kleidung des 19. Jahrhunderts.

Stärkug im Kirchgarten

In Gültlingen und Sulz am Eck standen die beiden Michaelskirchen im Mittelpunkt des Interesses. Wilhelm Mohr führte durch das Gültlinger Gotteshaus, Heide Dittus durch das Sulzer. Dazwischen stand eine von Timo Roller geführte Wanderung "Von Michaelskirche zu Michaelskirche" auf dem Programm, bei der sich eine bunt gemischte Gruppe auf den Weg von Gültlingen über den Kapf hinweg nach Sulz am Eck machte. Dort erwartete die Wanderer eine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen im Kirchgarten. Teilnehmer aller Altersklassen – aus beiden Stadtteilen, aber auch aus anderen Kommunen – ließen sich das nicht entgehen.