Beim Tag des offenen Denkmals haben Mitglieder des Fördervereins St. Peter und Paul interessierten Besuchern die Geschichte der Nusplinger Friedhofskirche näher gebracht; am Abend gaben das Ensemble Sopresso mit Pianist Philip Dahlem dort ein Konzert.
Einen regen Zuspruch gab es beim Tag des offenen Denkmals auch in der Friedhofskirche St. Peter und Paul in Nusplingen. Der Förderverein der Alten Friedhofskirche brachte den gesamten Tag über die Geschichte der Kirche den Besuchern nahe.
So geht die Friedhofskirche St. Peter und Paul, im Namen der Apostel Petrus und Paulus geweiht, auf eine Eigenkirche des Ortsadels aus dem Jahre 650 zurück. Zudem zeigten die Helfer des Fördervereins beispielsweise den Gästen stündlich den 2019 restaurierten Glockenturm.
500 Jahre altes Gebälk ist bis heute erhalten geblieben
Herbert Ottenbreit und Jörg Berbalk am Vormittag sowie Roland Steidle und Alfons Klühwein am Nachmittag informierten die interessierten Gäste über weitere historische Details des Sakralbaus, welcher von 1997 bis 2023 gründlich restauriert worden ist.
Viele Elemente blieben dabei erhalten: So gibt es in und an der alten Friedhofskirche Gebälk, das nachweislich mehr als 500 Jahre als ist. 2019 ernannte die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Kirche zum „Denkmal des Monats März 2019“. Seit 2007 finden dort auch sakrale und kulturelle Veranstaltungen statt.
„Mein Liebchen, wir saßen beisammen“
Zum Beispiel das Konzert des Sopresso-Ensembles, das noch am selben Abend in der Friedhofskirche erklang. Lieder und Duette von Brahms sowie Werke von Carla und Robert Schumann standen auf dem Programm.
Das Ensemble, das aus der Freude und Lust am gemeinsamen Musizieren entstanden ist, besteht aus den beiden befreundeten Sopranistinnen Stephanie Simon und Katja Woitsch sowie Philip Dahlem am Piano.
An diesem Abend gab es eine seiner Visitenkarten mit Liedern von Brahms, Fanny Hensel, Robert und Clara Schumann sowie Mendelssohn-Bartholdy ab.
Mal im Duett, mal solistisch sangen die beiden Frauen sich eindrucksvoll in die Herzen der vielen Zuhörer bei dem Konzert in der alten Friedhofskirche St. Peter und Paul in Nusplingen, die sich als perfekter Konzertraum erwies.
Ein Abendsegen besiegelt das Konzert im Nusplinger Sakralbau
Katja Woitsch und Stephanie Simon führten selbst durch das Programm und gestalteten mit vielen Hintergrundinformationen über die Komponisten und die Stücke den Konzertabend kurzweilig. So standen auf dem Programm Fanny Hensels „Wenn ich in deine Augen sehe“, „Mein Liebchen, wir saßen beisammen“, Felix Mendelssohn-Bartholdys „Suleika“, Roberts Schumanns „Widmung“.
Immer wieder wurden Beziehungen, Liebe und Leben besungen und beschrieben. Auch ein „Guter Rat“ von der Mutter an die Tochter von Johannes Brahms durfte nicht fehlen. Eindrucksvoll endete ein gelungener Konzertabend – aber nicht, ehe es eine Zugabe gegeben hatte.
Mit dem „Abendsegen“ verabschiedeten sich Woitsch, Simon und Dahlem von einem dankbaren Publikum. Bei einem kleinen Umtrunk im Anschluss wurde dieser Abend mit vielen interessanten Gesprächen beendet.