Viele Menschen in VS nutzen den ÖPNV auf den 16 städtischen Buslinien. Dafür fahren auf dem VS-Liniennetz 40 Omnibusse, die von rund 100 Busfahrern gelenkt werden.
Dass sind zu wenig, sagte Jörg Schürmann, einer der Geschäftsführer der VGVS, der Verkehrsgemeinschaft Villingen-Schwenningen. Da die Busse jeden Tag fahren, von früh morgens bis spät abends, benötigt es genügend qualifiziertes Personal, welche die Fahrgäste befördern können. Dafür brauche es Fahrer und auch Fahrerinnen, so Schürmann. Der Anteil bei Frauen innerhalb der VGVS ist noch relativ gering.
Da große Teile der Bevölkerung auf die Busse angewiesen sind, hat Schürmann keine Sorge. „Der Beruf wird nicht aussterben“, so der Hechinger am Samstag im Betriebshof der VGVS an der Siederstraße 37 in Schwenningen. Hier beteiligte man sich am Tag des Busses.
Der Tag des Busses, den der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen ausrichtete und der im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche stattfand, hatte zum Ziel Busunternehmen als attraktive Arbeitgeber sowie als wichtigen Bestandteil des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und damit der Daseinsvorsorge präsentieren zu können und insbesondere auf den Beruf der Busfahrerin und des Busfahrers aufmerksam zu machen.
Unter Anleitung gefahren
Wer wollte, durfte unter Anleitung von Fahrlehrer Dieter Bechmann eine kleine Runde von rund zehn Minuten drehen. Das Interesse dazu war gut. Über 20 Personen waren Bus-Fahrschüler auf kurzer Zeit.
Einige könnten es sich schon vorstellen, für den VS-Bus zu fahren. Voraussetzungen sind: ein Mindestalter von 21 Jahren, eine gültige Fahrerlaubnis, Teamfähigkeit und man muss auf die Fahrgäste und Menschen eingehen können. Außerdem gehöre dazu, dass der Busfahrer oder die Busfahrerin auch ein sensibles Gespür hat, was die Beförderung von Leuten hat.Für Jörg Schürmann ist es deshalb auch oberstes Prinzip, dass die Fahrer keine Kinder an den Haltestellen stehen lassen, wenn die ihre Schülerkarte vergessen haben.
Damit dieser Job auch die nötige Akzeptanz aus der Bevölkerung erfahren kann, will er wieder einen Wettbewerb beleben, den es früher regelmäßig gab und den Busfahrer des Jahres suchen. „Das ist ein anspruchsvoller Beruf“, so Jörg Schürmann.
Das sind die Spitzenreiter
Spitzenreiter im Stadtverkehr von Villingen-Schwenningen sind die Linien 1, 2 und 3, die zwischen den großen Stadtbezirken unterwegs sind, berichtete Geschäftsführer Frank Wiest.
Von der VGVS-Flotte stehen 20 am Standort in Schwenningen, die weiteren 20 Fahrzeuge in Villingen, so Wiest. „Unsere Busse sind zwischen acht und zehn Jahren im Einsatz“, betonte der Geschäftsführer des in Hechingen ansässigen Unternehmens HVB Wiest + Schürmann, welche 1999 die Stadtverkehrs GmbH von der Firma Haller übernommen hat und seither mit Maier-Reisen aus Villingen die Verkehrsgemeinschaft bildet.
Move mit dabei
Beim Tag des Busses war auch der Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg mit der Markenbezeichnung Move mit einem Informationsstand vertreten. Diese Verbindung der Landkreise Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar gibt es seit Januar 2023.
Am Samstag informierte Move-Mitarbeiterin Stefanie Weber-Cleveland über die unterschiedlichen Angebote und dass die bisherigen insgesamt 27 kleinen Tarifzonen der Region auf acht große Tarifzonen reduziert wurden. Somit wurde das Tarifsortiment der Nachfrage entsprechend ausgedünnt.