Zum Tag der offenen Tür lud die Stingel-Mühle kamen viele interessierte Besucher. Foto: Breisinger

Zum Tag der offenen Tür lud die Stingel-Mühle in Frommern-Dürrwangen am Samstag ein.

Die Besucher hatten die Möglichkeit zur Betriebsführung, es gab Aktionsangebote im Mühlenladen, Einblicke in die neue Rezept-Datenbank, hausgemachte Dinnete, Kuchen und Cocktails, die Ausstellungen „Vom Acker auf den Teller“ vom Landwirtschaftsamt und „Getreidegarten“ von der Stingel-Mühle, Mitmachaktionen für Kinder und ein Glücksrad.

 

In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt Balingen, den Landfrauen und dem Kreisbauernverband, die jeweils mit einem eigenen Informationsstand vor Ort waren, war hier einiges geboten: Unter anderem gab es ein Schaubacken mit Bäckermeister Michael Nester zu den Themen Ciabatta, Focaccia und Ährenbrot. Prominente Unterstützung bekam er von Frommerns Ortsvorsteher Stephan Reuß und Balingens Oberbürgermeister Dirk Abel sowie von zwei Gewinnern eines Gewinnspiels, bei dem diese Bilder ihres Lieblingsgebäcks per E-Mail schicken mussten.

„Das Backen von Ciabatta und Focaccia hatte etwas von Urlaub“, sagte der Geschäftsführer der Stingel-Mühle Thomas Halter. „Wir wollten mit dem Gewinnspiel zeigen, dass nicht jeder ein ‚Backdiplom‘ braucht, um selber Brot zu machen und das ist uns auch gelungen, denn es gab richtig schöne Backergebnisse.“

Getreide ist vielfältig

„Alle unsere Brotbackmischungen machen wir selber“, so der Bäcker. „Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Getreide in so vielen unseren Lebensmitteln allgegenwärtig ist und was daraus gemacht werden kann.“ Und weiter: „Die Themen Nachhaltigkeit und gesunde Ernährungsweise werden immer bedeutsamer, gerade bei jungen Familien, wo immer mehr selbst gebacken wird, so dass zum Beispiel der eigene Sauerteig quasi schon als Familienmitglied angesehen wird“, so Halter.

Tipps für die nachhaltige Verwertung von Brot

Ingeborg Weckenmann vom Landwirtschaftsamt Balingen hatte auf der kleinen Bühne Tipps für die nachhaltige Verwertung von Brot: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, aber es gehört zu unseren mit am häufigsten konsumierten Nahrungsmitteln.“ Sie weiß: „Pro Haushalt zirka acht Kilogramm im Jahr davon in der Tonne landen.“

Da Brot Stärke enthält sollte dieses nur im Notfall in den Kühlschrank verfrachtet werden, könne aber ruhig vier, fünf Tage alt werden und schmecke dann geröstet oder mit Thymian oder Kräutern verfeinert immer noch gut. „Bei geringen Mengen lässt sich natürlich auch Semmelbrösel daraus machen“, meinte Weckenmann.