Der 21. „Tag der offenen Töpferei“ steht in der Töpferstadt Kandern bevor.
53 Keramiker in ganz Baden-Württemberg öffnen am bundesweiten „Tag der offenen Töpferei“ ihre Werkstätten, Ateliers oder Studios und laden Interessierte ein, das traditionsreiche Keramik-Handwerk in seiner ganzen Vielfalt und Individualität kennenzulernen. Viele Werkstätten haben Begleitprogramme und kleine Gaumenfreunden vorbereitet, heißt es in der Ankündigung.
In Kandern laden für Samstag und Sonntag, 14. und 15. März, drei Werkstätten von 10 bis 18 Uhr zu einem Besuch ein.
In der Keramikwerkstatt Hakenjos von Sabine Kluge, Hauptstraße 2, werden ab 14 Uhr Werkstattführungen angeboten.
Corinna Smyth zeigt in ihrer Keramikwerkstatt seomraCré, Hauptstraße 14, eine aktuelle Ausstellung von Keramikgefäßen im Laden. Zu Gast ist Fotograf Frederik Bollhorst. Es gibt Getränke und kleine Leckerbissen.
Töpferkurse und Workshops
Im Studio Hatu von Shanon Turner und Michael Hayes, Bibelisgasse 3/1, können die Besucher Keramik entdecken, es gibt Infos über Töpferkurse und Workshops sowie Kaffee und Kuchen.
Anlässlich des „Tags der offenen Töpferei“ ist außerdem eine Ausstellung mit Keramik von Horst Kerstan in seiner Werkstatt, Böscherzenweg 3, zu sehen.
Mehr als 40 Jahre hat der international renommierte Keramiker Horst Kerstan (1941 bis 2005) in der Nachfolge von Richard Bampi in dessen Haus in Kandern gelebt und gearbeitet. Auf der Tradition ihrer Vorgänger aufbauend, hat Beatrix Sturm-Kerstan (1957 bis 2023) in den 18 Jahren nach dem Tod ihres Mannes der Werkstatt mit ihren Arbeiten ein neues Profil gegeben. Seit ihrem Tod ist die Keramikwerkstatt verwaist.
Sohn Julius ordnet den Nachlass und bereitet den Weg für Neues an diesem historischen Ort, wie er mitteilt. Jeweils von 10 bis 18 Uhr präsentiert er am Samstag und Sonntag einen umfangreichen Bestand an Keramiken seines Vaters und bietet ihn zum Verkauf an. Erhalten sind große und kleine Arbeiten aus allen Schaffensperioden: frühe Gefäße mit Lauf- oder Kristallglasuren, Schalen und Vasen mit chinesischen Glasuren sowie einige seiner Raku-Arbeiten für die Teezeremonie, aber auch eine Vielzahl seiner Plastiken und Tuschen. Ein besonderes Augenmerk wird auf seine Keramik aus dem Anagama gelenkt – dem 1977 selbst gebauten und ständig weiterentwickelten Holzfeuerofen nach japanischem Vorbild, heißt es.
Die Internetseite www.tag-der-offenen-toepferei.de gibt Auskunft über die Angebote sowie die Standorte.