Die Jäger des Altkreises Hechingen feierten am Wochenende ihr 75-jähriges Bestehen. Landesjägermeister Jörg Friedmann reiste persönlich nach Hechingen und überbrachte Glückwünsche. Für die Besucher war am Tag der Jagd ein volles Programm geboten.
Mit einem zweitägigen Fest feierten die Jäger des Altkreises Hechingen am Wochenende das 75-jährige Bestehen ihres Vereines. Am Samstag waren alle Vereinsmitglieder zur internen Feier eingeladen, die unter dem Motto des Landesjagdverbands „Jagd ist Auftrag und Leidenschaft“ stand.
Kreisjägermeister Markus Schuler warf bei seiner Rede einen Blick in die Vergangenheit, betonte aber: „So ein Jubiläum ist auch der richtige Zeitpunkt, um die Gegenwart zu schätzen und die Weichen für eine gute Zukunft zu stellen.“ Er sei stolz auf einen Verein, der durch einen gesunden Mitgliederzuwachs und viele aktive Mitglieder auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sei.
Angefangen bei der Kitzrettung über ein aktives Hundewesen, den Naturpädagogen im Lernort Natur Team, die Jagdhornbläser, die Jungjäger bis hin zu den Jägerinnen – in allen Bereichen der KJV sei Leben. „Das freut mich“, gibt Schuler stolz einen Einblick ins Vereinsleben.
Der Landesjägermeister war auch zu Gast
Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte auch Baden-Württembergs oberster Jäger, Landesjägermeister Jörg Friedmann. Er war erstmals zu Besuch in Hechingen und gratulierte nicht nur zum Vereinsjubiläum, sondern gab auch einen Einblick in die derzeitige Jagdpolitik. Friedmanns Appell: „Es darf keinen radikalen Abschuss geben. Es geht darum, die Wildbiologie im Blick zu behalten.“
Die Erste Beigeordnete der Stadt Hechingen, Dorothee Müllges, dankte den Jägern für Ihren wichtigen Beitrag, den sie leisten, wenn es um den Tierschutz gehe. Und vom Landratsamt Zollernalb übermittelte der Leiter des Sozial- und Rechtsdezernats, Georg Link, die Glückwünsche.
Am Sonntag feierten die Jägerinnen und Jäger aus dem Altkreis Hechingen dann mit der Bevölkerung beim Tag der Jagd. Die Parforcehorn-Bläser Hohenzollern umrahmten den ökumenischen Festgottesdienst am Sonntagvormittag. Den anschließenden Frühschoppen gestalteten die Jagdhornbläser der KJV Hechingen. Am Nachmittag nutzten die Kitzretter ein Regenloch und konnten bei einer Vorführung ihre Drohne steigen lassen und zeigen, wie sie mit der Wärmebildkamera Kitze in Wiesen finden und dann vor der Mahd heraustragen können.
Wilde Speisekarte verköstigte die Besucher
Auch die vierbeinigen Begleiter der Jäger bekamen eine Bühne. Bei einer Vorführung wurden rund 30 Hunderassen vorgestellt. Für die kleinen Besucher hatte die KJV Hechingen mit den Naturpädagogen des Lernort Natur eine spannende Station aufgebaut. Spielerisch lernten sie einiges über das heimische Wild und konnten mit Naturprodukten wie zum Beispiel Rehgehörnen basteln.
Das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: „Wir als Jäger produzieren natürlich auch ein hervorragendes Lebensmittel mit Wildfleisch. Deshalb war es uns wichtig, dass auch wilde Gerichte auf der Speisekarte stehen“, erklärt Kreisjägermeister Schuler. Neben Wildbratwürsten waren vor allem die wilden Maultaschen bei den Gästen beliebt. Diese Maultaschen wurden von der Stiftung Lebenshilfe aus Wildfleisch der Hechinger Jäger hergestellt.
Natürlich konnten nicht bis auf die letzte Maultasche kalkuliert werden. Deshalb hat der KJV die restlichen Bratwürste an das Pflege- und Seniorenheim Haus am Ziegelbach gespendet. Die Bratwürste wird es dort zum Sommerfest geben.