Die Bedeutung der Pflege- und Sozialberufe in den Fokus gerückt hat der „Tag der Helden“ im Spiegelzelt auf dem unteren Marktplatz.
Als Wertschätzung für Mitarbeiter in Pflege- und Sozialberufen richtete der Verein Sozialer Dienstleister im Pfalzgraf-Spiegelzelt auf dem Freudenstädter Marktplatz erstmals einen „Tag der Helden“ aus. „Damit wollen wir unseren Pflege- und Sozialberufen Danke sagen, ihre Bedeutung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und gleichzeitig für diese wichtigen Berufe werben“, erklärte Hendrik Jacobi, Leiter der Geschäftsstelle der Kommunalen Pflegekonferenz im Landratsamt Freudenstadt.
Die Veranstaltung entstand in Anlehnung an die „Nacht der Pflege“, wie es sie in anderen Landkreisen gibt. Bereits im Januar dieses Jahres wurde der Entschluss gefasst, ein eigenes Format für Freudenstadt zu entwickeln. Gemeinsam haben das Landratsamt Freudenstadt, der Verein Sozialer Dienstleister im Landkreis Freudenstadt (VSD), die AOK Nordschwarzwald und weitere Partner das Konzept umgesetzt.
Buntes Programm den ganzen Tag über
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung sei ohne Unterstützung nicht machbar, sagte der 1. Vorsitzende des VSD, Uwe Lucian Raible. „Das ist ein starkes Signal, dass die Gesellschaft hinter unseren Heldinnen und Helden steht“, so Raible.
Damit auch alle Mitarbeitenden der entsprechenden sozialen Berufe trotz Schichtdiensten an dem Fest teilnehmen konnten, wurde den ganzen Tag über ein buntes Programm geboten. Von 10 bis 13 Uhr fand das sogenannte Helden-Frühstück statt, am Nachmittag bekamen die frisch gebackenen Pflegefachkräfte aus dem „Campus für Pflege Nordschwarzwald“ ihre Examensurkunden überreicht. In der Stadtkirche wurden mehrere Impulse angeboten. Um 19 Uhr startete dann die große Party mit „DJ M.a.n.n.Y“. Außerdem sorgte Schwester Salmonella von den „Steptokokken“ – alias Elisa Salamanca – für Unterhaltung. Diese wirbelte mit ihrer XL-Spritze durchs Festzelt und sorgte für viele Lacher.
Die Gäste hatten jedoch auch die Möglichkeit, sich bei einer Massage zu entspannen, sich ein professionelles Make-up zaubern zu lassen oder sich von den Tattoo-Künstlern Ado Skrijelj und Igor Antic Tattoos stechen zu lassen.
Für Letzteres entschieden sich gleich mehrere Damen. Das sogenannte Organspende-Tattoo, mit dem man seine Bereitschaft zur Organspende sichtbar machen kann und das zur Diskussion über das Thema anregen soll, war kostenlos. Gefragt sind laut den beiden Experten derzeit vor allem filigrane Fineline-Tattoos und Realistic-Tattoos mit 3D-Effekt.
Wichtig war es für Uwe Lucian Raible, zu zeigen, dass Pflege- und Sozialberufe keine Randerscheinungen sind, sondern Berufe mit Zukunft, Sinn und Herz.