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Tafelspitzen Frische Spitzenküche in historischer Umgebung

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Die Herrenküferei in Markgröningen Foto: PPFotodesign.com

Markgröningen - Nächstes Jahr steht in Markgröningens malerischem Ortskern ein besonderer Geburtstag an. Das Haus, in dem das Restaurant Herrenküferei beheimatet ist, wird 600 Jahre alt. Verstaubtes aber wollen die neuen Pächter nicht bieten. „Unser Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen der Historie und einer spritzig-jungen Küche mit vielen Produkten aus der Region“, sagt Andreas Wollenzien. Damit kennt er sich bestens aus, betreibt er doch auch die Gastronomie im Schloss Vellberg bei Schwäbisch Hall.

Die Verbindung zwischen Historie und Moderne gelingt. Behutsam saniert, wirkt das Innere edel, aber nicht übertrieben. Angenehm: Zwischen den Tischen ist etwas Luft, man sitzt nicht zu dicht aufeinander. Die Gäste werden am Eingang freundlich begrüßt, bekommen die Jacken abgenommen und werden zum Tisch gebracht. Der Service ist aufmerksam, aber nicht aufdringlich, zudem gibt es Weinempfehlungen und einen Hinweis auf die Spargelkarte. Die Atmosphäre an diesem Tag ist angenehm.

Für die gehobene Küche in Markgröningen setzt Wollenzien auf ein bekanntes Gesicht. Sebastian Maier hat bereits zuvor im alten Team des hoch dekorierten Küchenchefs Matthias Striffler gearbeitet. Was Maier auf den Tisch bringt, genügt durchweg hohen Ansprüchen. Der Gast hat die Wahl zwischen einem Fünf-Gang -Menü, das gut 70 Euro kostet, einem Tapas-Menü für 45 Euro und einer Speisenfolge à la ­carte. Zur Auswahl stehen Suppen, Vorspeisen, Zwischengänge, Fleisch- und Fischgerichte sowie Desserts. Der passende Tropfen lässt sich aus einer umfangreichen Weinkarte mit Gewächsen aus der Region, aus Frankreich und Italien wählen.

Den Abend eröffnen ein Spargel-Gruß aus der Küche und dreierlei Salze mit verschiedenen Butter- und Brotsorten. Der nachfolgende gebackene Büffelmozzarella (11,50 Euro) schmeckt hervorragend – ebenso wie das Rindercarpaccio (9 Euro), das geradezu auf der Zunge zergeht. Die Entenbrust mit Kartoffelbaumkuchen (23,90) ist zartrosa und genauso auf den Punkt gegart wie das Rinderfilet vom Bœuf de Hohenlohe (33,50). Daran lässt sich kein Makel finden. Die Desserts, ein gefüllter Schokoladenriegel (9,50) und eine Komposition aus Erdbeere, Schokolade und Joghurt (11,50), kommen optisch sehr bunt daher, sind geschmacklich aber Volltreffer.

Küche und Service der Herrenküferei befinden sich auf hohem Niveau – und dementsprechend auch die Preise für den kulinarischen Ausflug. Ob Wollenzien mit einem Michelin-Stern liebäugelt? „Wir sind am Überlegen. Dann muss das Team perfekt stehen“, sagt er. Es steht schon ziemlich gut.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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