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Tafelspitzen Einst Telefonvermittlung, heute edle Bar

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Mit dem Taos in Schorndorf will Alexander Dohnt (re.) hoch hinaus. Foto: Peter Petsch

Schorndorf - Im Panorama-Aufzug geht es – Nomen est Omen – dem Himmel entgegen auf 40 Meter in Etage neun des ehemaligen Postturms. Früher war dort unter anderem die Telefonvermittlung untergebracht. Dem Gast der heutigen Taos Skybar eröffnet sich eine in gedeckten Farben gehaltene Couch-Landschaft, die sich um einen großen Tresen gruppiert. Das Interieur wirkt edel. Die voll verglaste Fassade gibt einen atemberaubenden Blick frei auf die Fachwerkhäuser der Schorndorfer Altstadt und die Hügel des Remstals. Eine gewisse Schwindelfreiheit sollte mitbringen, wer an der Scheibe Platz nimmt, erst recht ein Stockwerk höher. Die dortigen Plätze im Freien trennt vom Abgrund ebenfalls nur eine Glasscheibe.

Das Wort Taos stammt aus dem Indianischen und bedeutet soviel wie Dorf. Betreiber Alexander Dohnt wird doch wohl nicht – verzeihen Sie, liebe Schorndorferinnen und Schorndorfer – den Namen für seine Bar bewusst gewählt haben? Hat er nicht, wie er schon mehrfach beteuerte. Das Taos ist im Prinzip die Fortführung dessen, was Dohnt 13 Jahre lang fest im Nachtleben der Großstadt etabliert hatte. Das Ciba Matto am Wilhelmsplatz in der Stuttgarter City war Restaurant, Café und Bar in einem.

Nichts anderes ist das Taos – mit den Schwerpunkten Bar und Wein. Die Karte bietet viele Stars der regionalen und internationalen Weinmacherszene auf. Im Taos setzen man offenkundig auf Namen. Dazu ist eine überschaubare Auswahl exzellenter Speisen geboten, Snacks für die Bar und Japanisches für Hungrigere. Letztere Gerichte werden auf einer Stahlplatte zubereitet, dem Teppan. Wer das Lokal besucht, sollte sich gewahr sein: Einen Abend im Taos muss man sich leisten wollen.

Beim Testbesuch am frühen Sonntagabend findet sich anders, als wenn nächtens die Party tobt, problemlos ein Fensterplatz. Das Treiben drunten auf dem Marktplatz zu beobachten ist, begleitet von zwei Cocktails – einem Bellini (8 Euro) und einem Aperol Sour (8,50 Euro) –, wie Kino. Die Speisen: tadellos. Der Poulet-Salat (9,50 Euro) überzeugt mit einer Senf-Honig-Marinade, das Vitello Tonnato (9,50 Euro) mit feinwürziger Thunfisch-Creme auf den Kalbfleischscheibchen. Perfekt auch der Hauptgang, Roastbeef mit dreierlei Salz und Pommes (24 Euro). Das Fleisch ist auf den Punkt gebraten, die Pommes, nicht zu fett, nicht übersalzen, duften intensiv nach Kartoffel. Punktabzug gibt es für den Service. Dem freundlichen Kellner fällt nicht auf, dass ein Cocktailglas einen Sprung hat. Die Pommes überhört er beim Bestellen.

Dennoch: Der Besuch in der Skybar war ein Erlebnis. Aber Edles hat seinen Preis.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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