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Tafelspitzen Die Vielfalt der Zwiebel in der Zwiebelstadt

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Ein goldener Ochsenkopf leuchtet neuerdings von der Schlachthof-Außenwand. Foto: Max Kovalenko

Esslingen - Wenn das Logo eines Restaurants im alten Schlachthof in Esslingen ein weißer Ochsenkopf auf goldenem Grund ist, dürften Veggie Days hier eher rar sein. Und tatsächlich liegt den neuen Pächtern viel daran, die Fleischeslust auf kreative Weise zu stillen. Esslingen ist die Zwiebelstadt. Nach der Sage vertrieb im Mittelalter eine Marktfrau den Teufel mit einer List. Sie gab ihm eine Zwiebel, obwohl er einen Apfel verlangt hatte. Der Höllenchef biss hinein und spuckte. „Das sollen eure Äpfel sein?“, schrie der Teufel, „Spott über euch Esslinger – ihr sollt nicht mehr Esslinger heißen, sondern Zwieblinger!“ Wie gut, dass er damals nicht im Goldenen Ochsen saß, wie das Schlachthof-Restaurant nun heißt. Denn hier werden die Zwiebeln ganz vorzüglich zum Rostbraten serviert – auf dreierlei Weise. Gekräuselt sind sie, karamellisiert und in der dritten Variante wohl ohne Butter angebraten, dafür mit Brühe abgelöscht. Vielleicht ist es nur eine Spielerei, den schwäbischen Klassiker aufzuwerten. Die Vielfalt der Zwiebel lenkt trotzdem nicht ab vom auf den Punkt getroffenen Rostbraten.

15 Jahre lang hatten Tine und Theo Sommer das Schlachthof-Restaurant geführt. Dann war es für sie an der Zeit, etwas Neues zu wagen. Die beiden betreiben nun das ehemalige Café Uferlos in Esslingen. Im März dieses Jahres kamen die neuen Chefs in den alten Schlachthof. Es sind Maja und Kay Rügner, die bereits das Gambrinus in der Esslinger Altstadt und die Waldgaststätte Dulkhäusle, ein Ausflugslokal, betreiben. Für ihr jüngstes Baby, für den Goldenen Ochsen, ließen sie sich viel Zeit. Drei Monate lang waren die Gasträume für die aufwendige Renovierung geschlossen. Die Rügners haben viel Geld und viel Liebe in den Umbau gesteckt.

Der dreigeteilte ­Innenraum sowie das Nebenzimmer strahlen frisch im sanften Schimmer eines raffinierten Lichtsystems. Von der Außenwand des Restaurants leuchtet ein Ochsenkopf in Gold.

Bei unserem Testabend ist es nicht leicht für das Küchenteam. Die meisten Gäste sitzen draußen auf der Terrasse mit Blick auf die Weinberge. Dann regnet es. Kaum sind fast alle nach innen umgezogen, wird es draußen wieder schön. Jetzt geht es zurück auf die Terrasse. Freundlich behalten die Kellner den Überblick. Der Küchenchef Dominik Härtling kommt vom Restaurant des Golfclubs in Neckartenzlingen. Mit Spaß am Spiel wie bei den Zwiebeln verwöhnt er seine Gäste, setzt bei den Hauptgängen zum Preis von 16 bis 27 Euro aber doch auf unverfälschte und bodenständige Gerichte.

Übrigens werden auch Vegetarier unterm Ochsenkopf fündig – etwa mit­ ­Fettuccine mit Parmesan in Buttersoße.

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